Wer wegen der Coronakrise vorübergehend arbeitslos ist, erhält ein Kurzarbeitergeld, das 70 Prozent seines normalen Lohns entspricht. So lautet die gesetzliche Regelung, aber netto dürften weniger als 70% übrig bleiben.
Das Coronavirus bringt unser System arg ins Wanken. Manch ein Pessimist stellt gar in Aussicht, dass es kurz vor dem Zusammenbruch steht. Reine Panikmache oder doch bittere Realität? Eine Antwort darauf gibt es nicht. Dafür aber eine andere Erkenntnis.
Durch den Verbandsentscheid, die Handballsaison vorzeitig für beendet zu erklären, ist auch die Karriere von Kurt Rathmes als Trainer beim HC Eynatten-Raeren abrupt zu Ende gegangen.
Verzicht gehört für viele Gläubige zur Fastenzeit dazu, jedoch bezieht sich dieser nicht auf religiöse Rituale. Das ist in Zeiten der Coronakrise anders. Keine Treffen, keine Messen: Der Virus legt auch das kirchliche Miteinander lahm. „Das ist teilweise mit harten Einschnitten verbunden, es kann mitunter aber auch eine Chance sein“, findet Eupens Dechant Helmut Schmitz.
Der belgische Arbeitgeberverband FEB schätzt den durch die Corona-Pandemie verursachten wirtschaftlichen Schaden für unser Land auf 0,55 % des BIP oder 2,4 Milliarden Euro pro Woche.
Entgegen dem Trend der vergangenen Tage ist die Zahl der täglichen Krankenhausaufnahmen von Corona-Patienten und Todesfälle in Belgien erneut stark gestiegen. Ein Verlangsamungseffekt der Viruserkrankungen lässt weiterhin auf sich warten. „Wir haben den Höhepunkt der Ansteckungswelle noch nicht erreicht“, bestätigt der Virologe Steven Van Gucht.
Flächendeckende Schulschließungen, Arbeit im Home Office für die Hälfte der Bevölkerung und strenge Quarantäne für Erkrankte und deren Familien: Mit diesen drei Maßnahmen zusammen könnte man laut einer Simulationsstudie aus Singapur das neuartige Coronavirus erfolgreich zurückdrängen.
Zurück zu den Wurzeln: Damian Kedziora wechselt im Sommer zur KTSV Eupen – dem Verein, wo er im Alter von vier Jahren das Handballspielen lernte. Aus Bocholt verabschiedet sich der ehemalige Nationalspieler aufgrund des ausfallenden Final-Four-Turniers mit einem verfrühten Meistertitel.
„Dramatische Situationen erfordern flexible Handhabung.“ Das ist das neue Motto von Doris Wertz. Sie ist Geschäftsführerin des Josephine-Koch-Service (JKS). Fast alle Dienste der Vereinigung sind durch die Coronakrise zum Erliegen gekommen. Der Fahrdienst ist allerdings momentan wichtiger denn je.
Das Final-Four-Turnier der EHF Handball Champions League ist aufgrund der Coronakrise auf den 22. und 23. August verschoben worden. Austragungsort bleibt weiterhin die Lanxess Arena in Köln.
Der Appellationshof von Lüttich hat am Dienstag seine Entscheidung im Fall eines wegen Exhibitionismus angeklagten 30-jährigen Mannes aus Fléron auf Ende März vertagt. Dem Angeklagten droht eine Haftstrafe von 18 Monaten.
„Unsere Träume sind nicht geplatzt, nur verschoben“: Belgische Athleten reagierten mit gemischten Gefühlen auf die Verschiebung der Olympischen Sommerspiele. Radprofi Remco Evenepoel sprach von einem Schlag ins Gesicht.
Die Erfahrungen der vergangenen Tage machen deutlich, dass die per Erlass festgeschriebenen und durch Präzisierungen des Nationalen Krisenzentrums (NCCN) interpretierten „essenziellen“ Gründe zur Überquerung der Landesgrenzen vielfach für Klärungsbedarf sorgen, da sie den gelebten Realitäten vor Ort nicht immer Rechnung tragen.