„Tanzende Stadt“ tanzt auf der Stelle

<p>Im Rahmen der Veranstaltung „Tanzende Stadt“ werden wieder hochkarätige Ensembles auftreten.</p>
Im Rahmen der Veranstaltung „Tanzende Stadt“ werden wieder hochkarätige Ensembles auftreten. | Foto: André Bong

Am 11. September, um 15 Uhr heißt Irene K. alle kleinen und großen Zuschauer auf dem Parkplatz Bergstraße willkommen. Wie bereits im vergangenen Jahr findet auch die diesjährige Veranstaltung an einem einzigen Ort statt. „Die Idee ist, wieder zu unserem alten Konzept, vielleicht in einer abgewandelten Form, zurückzukehren. Ein Spaziergang durch die Stadt, mit Tanzeinlagen an verschiedenen Orten“, so die künstlerische Leiterin des Festivals, Irene Kalbusch. „In diesem Jahr haben wir uns aber noch einmal dazu entschieden, an einem einzigen Ort zu bleiben. Was die Organisation erheblich erleichtert.“

Mit der Choreografie „Leer raum“ wird das Tanz-Festival eröffnet.

Die Tanzende Stadt gibt kurzweilige Einblicke in verschiedene Stile des zeitgenössischen Tanzes. Die eingeladenen Compagnien zeigen kurze Ausschnitte aus ihren Werken oder speziell für diesen Anlass erarbeitete Choreografien, auf den jeweiligen Ort angepasst. „Zeitgenössischer Tanz wirkt für viele Zuschauer oft abstrakt. Man fragt sich, was die Darsteller da eigentlich auf der Bühne tun. In meinen Augen ist es nicht wichtig, alles zu verstehen. Wichtig ist nur, sich darauf einzulassen. Zu fühlen und zu beobachten“, erläutert Irene Kalbusch.

Wichtig ist den Organisatoren das offene Format der Veranstaltung. Sie findet im Freien statt, es werden keine Bühnen aufgebaut, sie ist für jeden kostenlos zugänglich und sowohl für Kinder als auch für Jugendliche und Erwachsene geeignet. Die Künstler gehen auf das Publikum zu, die Kunst wird zu den Menschen gebracht und ihnen in ihrem gewohnten Umfeld nahegelegt. „Das ist unsere Mission: unsere Kunst allen Menschen zugänglich zu machen. Wir glauben daran, dass die Tanzende Stadt maßgeblich dazu beiträgt“, so Irene Kalbusch.

Die Compagnie Irene K. hat ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das durch eine Choreografie von Irene Kalbusch eröffnet wird. „Leer_raum“, ein Solo getanzt von Davide Zazzera, begleitet vom Musiker Shana Mpunga. Aus Italien reisen gleich zwei Ensembles an. Gruppo e-Motion tanzt, unter der Leitung von Francesca La Cava, „Without color“ und die Compagnia Atacama zeigt „Sine Tactu“, getanzt von fünf Tänzerinnen und Tänzern. Auf dem Programm stehen außerdem die belgische Compagnie Giolisu (Lisa Da Boit), die in ihrer Tanz-Theater-Performance gewisse Begriffe der heutigen Welt in Frage stellt, und die Compagnie Hakary aus Lüttich, eine Hip-Hop-Formation unter der Leitung von Gold Mayanga. Mit dabei ist auch Tanz Harz, das Tanzensemble des Nordharzer Städtebundtheaters unter der künstlerischen Leitung von Tarek Assam.

Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr auf dem Parkplatz Bergstraße am Josephine-Koch-Park in Eupen. Es gibt 200 bestuhlte Plätze, Sitzkissen und viele Stehplätze. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Der Parkplatz wird an diesem Tag von 10 bis 19 Uhr für den Verkehr gesperrt sein. (red/sue)

Mehr Infos unter irenek.be und auf den Social-Media-Kanälen der Compagnie Irene K.

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