In der Zeit vom 4. bis 8. Juli sind Studenten, die Interesse daran haben, einmal den Beruf des Journalisten zu ergreifen, zu einem eintägigen Praktikum im GrenzEcho zu Gast. Dieser Beitrag entstand im Rahmen dieses Projektes.
Diese Unstimmigkeiten sind unter anderem auf einen am 1. Juni in der WELT publizierten Artikel zurückzuführen, in dem Vollbrecht und weitere Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ihr Dossier „Ideologie statt Biologie im ÖRR“ vorstellten. In diesem werfen sie ARD und ZDF vor, Kinder mit LGBTQ-Ideologien zu indoktrinieren und somit ihren Sendeauftrag zu verfehlen. Auch in einigen Tweets der Doktorandin fanden die Protestierenden Anlass, ihr Transfeindlichkeit zu unterstellen.
Aufgrund der Absage der HU holte Vollbrecht ihren Vortrag in einem öffentlich zugänglichen Live-Stream auf YouTube nach. Inwiefern und ob sie ihren ursprünglichen Vortrag nachträglich angepasst hat, kann nicht festgestellt werden.
Von zahlreichen Seiten wird der Humboldt-Universität nun vorgeworfen, sie habe als wissenschaftliche Institution versagt. Eine Universität sollte ein Ort des konstruktiven, wissenschaftlichen Austauschs sein, wo gegensätzliche Meinungen und Positionen sachlich diskutiert werden können. Somit habe die HU ihrer zentralen Aufgabe als Lern- und Lehrinstitution nicht nachkommen können.
Bei einem derart aktuellen und sensiblen Thema war eine polarisierende Debatte absehbar, welche - konstruktiv geführt - den Diskurs aufgrund verschiedener aufeinander treffender Meinungen hätte voran bringen können. Die Reaktion der Universität verhinderte dies jedoch vorerst.
Am 14. Juli ist seitens der HU nun eine Podiumsdiskussion geplant, zu der Vollbrecht, zusammen mit der deutschen Wissenschaftsministerin Bettina Stark-Watzinger und der Berliner Wissenschaftssenatorin Ulrike Gote, eingeladen ist. Es ist vorstellbar, dass neben einer Diskussion über die Entscheidung zur Absage der Universität auch das Thema der Wissenschaftsfreiheit auf der Agenda steht.

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