Sie warfen den Behörden vor, Menschen illegalerweise in die Türkei zurückzudrängen. „Pushbacks (Zurückdrängungen) töten Menschen“ und „Verbrennt die Grenzen“ (burn borders), hieß es unter anderem auf Transparenten. Der Protestzug zog friedlich entlang des Hafens des Hauptortes von Lesbos, wie der staatliche Rundfunk und örtliche Medien berichteten.
Hilfsorganisationen kritisieren seit Jahren, Athen dränge systematisch Migranten zurück in die Türkei. Auch Recherchen und Medienberichte zu solchen sogenannten Pushbacks gibt es immer wieder.
Athen beruft sich darauf, die eigene Landesgrenze und damit auch die EU-Außengrenze zu schützen. „Erste Priorität ist der Schutz von Menschenleben - stets unter Einhaltung internationalen Rechts“, hatte Giannis Plakiotakis, als Minister zuständig für die Küstenwache, am Vortag laut gesagt. In den vergangenen Jahren seien in der Ägäis von der Küstenwache Zehntausende Menschen gerettet worden, fügte er hinzu.
Die griechische Regierung kritisiert zudem die Regierung in Ankara dafür, Schleusern immer wieder zu erlauben, Migranten von der türkischen Küste zu den griechischen Inseln und damit auch in die EU zu bringen. Die Türkei gilt nämlich für Brüssel als sicheres Drittland und bekommt seit 2016 von der EU Gelder in Milliardenhöhe für die Unterbringung der Migranten und um Schleusern das Werk zu legen. (dpa/ag)

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