Mindestens 25 belgische Syrien-Kämpfer operieren in der Provinz Idlib

<p>Mindestens 25 belgische Syrien-Kämpfer operieren in der Provinz Idlib</p>
Illustrationsbild: dpa

Wie sehr die Dschihadisten mit belgischen Wurzeln tatsächlich in der Provinz aktiv sind, ist bislang aber noch nicht bekannt.

Die belgischen Sicherheitsbehörden befürchten laut Informationen von „De Morgen“ derweil, dass die ehemaligen Sharia4Belgium-Mitglieder irgendwann wieder zurück nach Belgien kommen könnten.

Aber nicht nur die Syrien-Kämpfer selbst weilen zurzeit in Idlib, sondern auch deren Familien. Für Heidi De Pauw ein Unding. Die Direktorin von Child Focus hat die belgische Politik daher aufgefordert, die Kinder aus der Schusslinie zu nehmen und in Sicherheit zu bringen.

Idlib im Nordwesten Syriens ist das letzte große Rebellengebiet in dem Bürgerkriegsland. Die Türkei unterstützt in dem Konflikt islamistische Rebellen. Mit Russland als Schutzmacht der syrischen Regierung hatte sie ein Abkommen geschlossen, um in Idlib eine Deeskalationszone einzurichten und hatte dort Beobachtungsposten aufgestellt. Eigentlich gilt auch eine Waffenruhe. In den vergangenen Wochen war das syrische Militär mit russischer Unterstützung aber weiter in dem Gebiet vorgerückt.

Letzte Woche waren in Idlib außerdem bei einem Luftangriff mindestens 34 türkische Soldaten getötet worden. Die Türkei machte die syrische Regierung verantwortlich und begann schwere Vergeltungsangriffe.

Angesichts der Eskalation der bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen türkischem und syrischem Militär in Nordsyrien will Präsident Recep Tayyip Erdogan am Donnerstag in Moskau Kremlchef Wladimir Putin treffen. (belga/dpa)

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