Attentate in Brüssel: Fast alle Anträge abgelehnt

<p>Attentate in Brüssel: Fast alle Anträge abgelehnt</p>
Foto: belga

Ausschließlich der Antrag der Verteidigung von Ali El Haddad Asufi, vier Leumundszeugen zu hören, wurde angenommen. Die Anwälte, deren Anträge abgelehnt wurden, beschlossen, Berufung einzulegen. Sie werden nun von der Anklagekammer geprüft, die innerhalb von 15 Tagen entscheiden wird.

Am 19. Februar hatten mehrere Strafverteidiger bei der Brüsseler Ratskammer Anträge auf zusätzliche Ermittlungen gestellt. Insbesondere Stanislas Eskenazi, der Anwalt des Angeklagten Mohamed Abrini, hatte eine weitere Untersuchung des Sachverhalts beantragt, insbesondere um die Gründe zu klären, die die Täter dazu veranlasst haben, nach Syrien auszureisen und dann nach Belgien zurückzukehren, um im Namen des Islamischen Staates Anschläge zu verüben. Auch Jonathan De Taye, der Anwalt des Angeklagten Ali El Haddad Asufi, hatte etwa 20 neue Ermittlungen beantragt.

Die Staatsanwaltschaft will, dass acht der 13 Angeklagten wegen Mordes und Mordversuchs in einem terroristischen Kontext sowie wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung der Prozess gemacht wird. Das sind Salah Abdeslam, Osama Atar (der im November 2017 in Syrien gestorben sein soll), Mohamed Abrini, Sofien Ayari, Osama Krayem, Ali El Haddad Asufi, Bilal El Makhoukhi und Hervé Bayingana Muhirwa.

Was die Brüder Smail und Ibrahim Farisi betrifft, so möchte die Staatsanwaltschaft sie an das Strafgericht verweisen. Für Faycal Cheffou, der bereits vollständig entlastet wurde, sowie Brahim Tabich und Youssef El Ajmi sprechen sich die Staatsanwälte für die Abweisung der Klage aus. (belga)

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