„Schrit_tmacher“, Gipfeltreffen des Tanzes ab 3. März

<p>Im Alten Schlachthof in Eupen zeigt die Compagnie De Fracto ihr Werk „Dystonie“.</p>
Im Alten Schlachthof in Eupen zeigt die Compagnie De Fracto ihr Werk „Dystonie“. | Foto: Pierre Morel

Seit 2010 gibt es die Kooperation mit Parkstad Limburg Theaters (Heerlen und Kerkrade), seit 2016 auch mit dem Kulturzentrum Alter Schlachthof in Eupen.

Gründer und Veranstaltungsleiter Rick Takvorian (64) hat eine lange abenteuerliche Reise hinter sich und blickt noch immer in die Zukunft, denn Tanz hört niemals auf. Susanne Schwier, Beigeordnete für Bildung und Kultur der Stadt Aachen, betont: „Es ist ein erstaunlicher Reifungsprozess, den wir mit schrit_tmacher erleben. Vom kleinen experimentellen Tanztheater zum renommierten Festival mit weltbekannten Kompanien, beeindruckenden Locations und toller grenzüberschreitender Partnerschaft.“ Inzwischen lege das Festival in der gesamten Euregio einen künstlerischen und kulturpolitischen Schwerpunkt, sagt Schwier.

Anfang der 1990-er Jahre übernahm Rick Takvorian am frisch eröffneten Ludwig Forum für Internationale Kunst an der Jülicher Straße das Management für Events, die die dort ausgestellte Kunst und die Begegnungen mit Künstlern der Gegenwart ergänzen und begleiten sollten. Nachdem er als Kulturjournalist in London die aufregend neuen Strömungen im Bereich des Tanzes beobachtet hatte und feststellte, wie genial die Wuppertaler Choreografin Pina Bausch den Tanz-Begriff auf jede Form von Bewegung, auf Sinnlichkeit und Ausdruck selbst geheimster Gefühle ausweitete, war ihm klar: Das ist eine Antwort auf die Kunst des Ludwig Forums.

„Ich habe die Kunstformen nie getrennt“, sagt er heute. Waren damals Videoeinspielungen, abenteuerliche Installationen, in denen sich die Tänzerinnen und Tänzer bewegten, aufregende Ideen und abenteuerliche Experimente Trumpf, konzentriert sich die internationale Szene nun wieder auf Körper, Raum und Licht. Die Variationen scheinen unendlich.

1993 war der Start, danach gab es zwei Pausen, dann endlich den regelmäßigen Jahresrhythmus, jedes Mal ein Kraftakt. Kamen zunächst hauptsächlich Compagnien aus dem euregionalen Raum – eine der ersten waren Irene K. und das Scapino Ballet aus Rotterdam –, erweiterte man den Radius mehr und mehr. Wenn diesmal aus England die „Company Wayne McGregor“ in Aachen die Eröffnung bestreitet und parallel dazu „Vertigo Dance Company“ aus Israel in Heerlen den Start prägt, ist das für Schrittmacher „normal“. Künstler aus den USA, den asiatischen Ländern, Israel, Südafrika und Südamerika sowie Tänzerinnen und Tänzer aus dem gesamten europäischen Raum wissen, was „Schrittmacher Aachen“ bedeutet.

Auf die Bilanz sind alle stolz: 300 Compagnien aus der ganzen Welt und rund 250.000 Besucher bei 25 Festivals mit steigender Tendenz. (red)

www.schrittmacherfestival.com

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