Studie durchgeführt: Jeder vierte belgische Pendler arbeitet im Zug

<p>Während der Zugfahrt zu arbeiten ist für viele Pendler eine Option.</p>
Während der Zugfahrt zu arbeiten ist für viele Pendler eine Option. | Foto: belga

Das Ergebnis der vor Kurzem veröffentlichten Studie: Jeder vierte Pendler arbeitet. Auch Gaëtan, der tagein, tagaus zwischen Brüssel und Namur mit der Bahn hin- und herfährt, nutzt die Zeit im Zug, um am Laptop zu werken. „Wenn ich mit dem Auto zur Arbeit fahren würde, könnte ich das nicht tun“, erklärt er der Tageszeitung „La Dernière Heure“. „Beim Zugfahren kann ich einfach Arbeit erledigen, also zum Beispiel E-Mails bearbeiten. Das ist beim Autofahren nicht möglich. Außerdem komme ich im Vergleich zum Fahren mit dem Pkw wesentlich stressfreier bei der Arbeit an, da ich mich nicht durch den Berufsverkehr kämpfen muss. Auf der Rückreise entspanne ich dagegen einfach, indem ich mich mit Kollegen unterhalte oder ein Buch lese.“

Den Aspekt mit dem Entspannen teilen derweil knapp die Hälfte der Bahnreisenden. Beim Trip mit dem Zug könnten sie sich nach einem langen Tag ausruhen, träumen oder einfach mal ihre Gedanken schweifen lassen, heißt es. 31 Prozent der Pendler würden laut der Befragung indes während der Fahrt im Internet surfen oder eine Zeitung bzw. ein Magazin lesen. Filme oder Videos zu schauen liegt bislang noch nicht im Trend. Denn laut der Analyse würden lediglich 7 Prozent der Bahnreisenden ihre Freizeit nutzen, um Bewegtbild auf ihrem jeweiligen Endgerät zu streamen.

Für die SNCB sind die Daten von großer Bedeutung. Denn so kann die Eisenbahngesellschaft in Zukunft den Komfort ihrer Gäste gezielt verbessern. Konkrete Maßnahmen könnten beispielsweise die Bereitstellung zusätzlicher Steckdosen, an denen die Pendler ihre Endgeräte aufladen könnten, sowie das Angebot von kostenlosem Wi-Fi sein, gibt SNCB-Sprecher Vincent Bayer zu verstehen.

Insgesamt wurden im Rahmen der Analyse 1.000 Zugreisende befragt – voranig aus dem Lütticher Raum. (calü)

Andere interessante Artikel auf GrenzEcho.net

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment