Die DG und die NewB-Bank

Ich kann dem Leserbrief des Herrn Enders nur beipflichten. Die NewB hat zwar inzwischen die Hürde der Banklizenz genommen. Aber außer der Anhäufung von Verlusten, teilweise durch die Auszahlung von Gehältern an einige der Initiativnehmer, hat man noch nicht viel geleistet. Dass der Bürger die Banken auffordert, transparent, nachhaltig und ethisch zu handeln, ist nur rechtens. Aber mit viel Mühe und Verlusten eine neue Bank aus dem Grund stampfen, ist eine reine Geld- und Energieverschwendung. Auch die bodenständigen Banken, die in Ostbelgien tätig sind, fühlen die Besorgtheit der Kunden und passen ihre Politik und ihr Angebot an. Auch sie bieten auf Nachhaltigkeit spezialisierte Anlageprodukte an. Und wenn jemand eine Spezialbank in diesem Sinne haben möchte, so gibt es immer noch die Triodos, welche es nach schwierigen Anfangsjahren inzwischen geschafft hat, sich zu festigen.

Wenn trotzdem jemand etwas Geld zum Kapital der NewB beibringen möchte, so ist dies sein gutes Recht als freier Bürger. Aber dass die DG 100.000 Euro zuschießt ist mehr als fraglich und grenzt fast an Populismus. Zugegeben, 100.000 Euro, die man sich größtenteils an den Hut schreiben kann, sind nicht nicht viel Geld für die DG. Wahrscheinlich aber viel mehr als z.B. die aus Spargründen abgeschafften Subsidien für Arbeiten an nicht-denkmalgeschützte Kirchen Ostbelgiens. Sollte es der DG-Regierung wirklich um die NewB und ihre Prinzipien gehen, dann sollen die Minister doch ihre eigenen Bankgeschäfte über dieses Institut abwickeln. Kaum zu erwarten, aber dies wäre ehrlicher als das Geld der DG zu verschwenden.

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