400 Kinder turnten beim „Kids Gym Cup“ in Eupen – Zum ersten Mal an zwei Tagen

Jede Woche trainieren viele Kinder in den Turnvereinen. Manel und Claire trainieren jeden Mittwoch anderthalb Stunden. Manel ist erst seit dem letzten September dabei: „Ich habe Zuhause viel geturnt. Mein Vater hat mir dann immer bei den Übungen geholfen“, berichtet sie. Denn sie und Claire und wahrscheinlich alle anderen Kinder wollen bei den Wettkämpfen gute Leistungen zeigen. Ein Höhepunkt ist jedes Jahr Anfang Februar der „Kids Gym Cup“. Hier gibt es sechs Parcours. Mit ihrem Trainer entscheiden die Turnerinnen und Turner vorher, welchen Parcours sie versuchen wollen.

Beim Herunterspringen heißt es, sich in der Luft zu strecken und auf beiden Füßen zu landen.

Manel und Claire haben den Parcours D gewählt. Das ist der zweitschwierigste. Man beginnt auf dem Balken. Der ist nur zehn Zentimeter breit und mehrere Meter lang. Er steht anderthalb Meter über dem Boden. Hier mussten die Mädchen das Bein nach vorne in die Luft strecken und dann noch kontrolliert Fuß vor Fuß setzen. Auch beim Herunterspringen gibt es Regeln. Hier heißt es, sich in der Luft zu strecken und auf beiden Füßen zu landen. Die Hände oder der Po dürfen nicht auf die Matte fallen: „Das ist mein Lieblingsgerät“, erzählt Claire. Sie mag auch den Grätschsprung. Hierfür läuft man ganz schnell an. Dann springt man von einem kleinen Trampolin ab und spreizt in der Luft die Beine. Manel turnt gerne am Stufenbarren. Das sind zwei Stangen, an denen man sich festhalten kann und die Beine in der Luft baumeln. Die Mädchen mussten sich im Parcours D zuerst an die höchste Stange hängen, dann die Beine spreizen und die Füße auf die Stange neben die Hände legen. Wenn das gut klappte, hing der Kopf nach unten und die Turnerinnen schauten nach hinten. Manel liebt auch den Strecksprung am großen blauen Mattenblock, den Claire gar nicht mag. Manel erzählt noch: „Ich mag die Rolle rückwärts gar nicht.“ Das erstaunte Trainerin Emilia: „Das hast du uns nie gesagt.“

Den schwierigsten Parcours des „Kids Gym Cup“ hat Marie gewählt. Sie hat mit fünf Jahren angefangen und ist ein großes Talent. Das heißt, sie kann viele Übungen, ohne sie vorher geübt zu haben. Sie kann sie von Natur aus. Achim Pitz, der Organisator des Trainings in Eupen und des „Kids Gym Cup“, erklärt: „Sie trainiert in der Leistungsgruppe. Da sind fast nur ältere Turnerinnen drin.“ Das findet Marie gar nicht schlimm: „Die anderen finden super, was ich schon alles kann. Ich trainiere auch vier Mal in der Woche in Amel. Da sind auch Kinder, die so alt sind wie ich.“ Amel ist in der Eifel. Da steht das Leistungszentrum. Dort trainieren nur die Besten aus Ostbelgien.

Am Sonntagabend hat Marie den Parcours E mit zehn Übungen gewonnen. Sie musste zum Beispiel mehrere Spagate zeigen. Um vom Balken hinunter zu kommen, musste sie einen Radschlag machen: „Beim Balken kann man leicht runterfallen, deshalb mag ich ihn nicht“, sagt Marie zum Schluss.

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