War da was mit einer Resolution?

„Zudem verlangten einschlägige Gutachten der Ständigen Kommission für Sprachenkontrolle bereits mehrfach von den Energieversorgern, ihre Dienstleistungen für deutschsprachige Kunden in deutscher Sprache zu gewährleisten.“ So Charles Servaty. Gilt das nicht auch für staatliche Einrichtungen? Etwa für das Finanzministerium? Auf dem Webportal dieses doch für den Bürger so wichtigen „Dienstleisters“ kann man seit Jahren den Hinweis lesen: „Zurzeit sind die Inhalte der föderalen Portalseite nur begrenzt in Deutsch verfügbar. Um den gesamten Inhalt der föderalen Portalseite zu besuchen, bitten wir Sie bis auf weiteres, die anderen Sprachen zu wählen.“ (https://finanzen.belgium.be/de/privatpersonen)

Am Rande notiert: Bei der Sprachauswahl fungiert Deutsch erst an vierter Stelle, hinter Englisch (nl, fr, en, de). Englisch als dritte Landessprache?! War da nicht mal was mit einer Resolution, einstimmig verabschiedet im Senat? Laut GE vom 18. Juni 2016 ein „Dokument von historischer Bedeutung“. In seiner Begründung hatte deren Verfasser, Herr Alexander Miesen, schon auf diese Missstände hingewiesen und Verbesserung angemahnt. Was ist seitdem geschehen? Anscheinend nichts Entscheidendes. Vielleicht hätte man bei der Jubelveranstaltung im Senat darauf hinweisen können, aber das hätte die Feierlaune verdorben. So wird diese Resolution sicher weiter in den Archiven des Senats verstauben.

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