Religionsunterricht: Mollers reagiert auf Aussagen von Weykmans

<p>Sieht in der Thematik vor allem den Föderalstaat am Zug: Harald Mollers</p>
Sieht in der Thematik vor allem den Föderalstaat am Zug: Harald Mollers | Foto: David Hagemann

Jeder Mensch habe das Recht auf freie Meinungsäußerung, auch Minister, jedoch sei es in vorliegendem Fall wichtig, explizit darauf hinzuweisen, dass es sich bei den Äußerungen von Frau Weykmans „um eine rein persönliche Positionierung“ handle, die weder mit dem Bildungsminister noch mit der Regierung abgesprochen worden sei und auch nicht deren Haltung oder eventuelle Vorhaben widerspiegle, machte Mollers in einer Mitteilung deutlich.

„Die Deutschsprachige Gemeinschaft kann weder den Religionsunterricht abschaffen noch ihre Inhalte und Methoden abändern. Das ist einzig und alleine Aufgabe und Verantwortung der anerkannten Glaubensträger. Die Artikel 19, 20, 21 und 24 der belgischen Verfassung machen ganz klare Vorgaben, in deren Rahmen sich die DG bewegen muss“, so der Minister in seiner Stellungnahme.

Die Debatte müsse also vor allem auf föderaler Ebene geführt werden. Natürlich dürfe und müsse man in der heutigen Zeit über Sinn und Zweck der Religionsunterrichte diskutieren, aber die Regierung müsse sich selbstverständlich an den gesetzlichen Rahmen halten. „Die Deutschsprachige Gemeinschaft bemüht sich dennoch bereits seit geraumer Zeit im Rahmen des interreligiösen Dialogs mit den hohen Repräsentanten der verschiedenen Glaubensgemeinschaften um eine zeitgemäße Gestaltung der Religionsunterrichte und um mehr konfessionsübergreifende Zusammenarbeit. Interessante Modelle sind bereits in einigen Schulen erfolgreich praktiziert worden“, so Mollers.

Der Bildungsminister abschließend: „Grundsätzlich bin ich offen für neue Modelle, aber sie müssen aufgrund der derzeitigen Gesetzeslage auf freiwilliger Basis vor Ort und im Dialog mit den jeweiligen Glaubensträgern entstehen.“ (red)

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