Vom 3. bis zum 7. Februar wird dieser Film in Sekundarschulen mit anschließendem Workshop gezeigt. Dabei werde nicht nur auf die geschichtlichen Ereignisse eingegangen, sondern auch kritische Fragen zur heutigen Erinnerungskultur angesprochen, hieß es.
Zum Film: Eigentlich hatte Leon Schwarzbaum Sänger werden wollen. Vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges spielte der heute 98-Jährige in der Band „Jolly Boys“. Heute ist er der einzige Überlebende der Gruppe. Gemeinsam mit dem Filmregisseur Hans-Erich Viet bereist Schwarzbaum deutsch-polnische Vergangenheit und Gegenwart — von der Heimatstadt Kattowitz über das Ghetto Bedzin, die Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald bis zum Prozess gegen den SS-Wachmann Reinhold Hanning im Jahr 2016. Vier Jahre lang hat Viet den Holocaust-Überlebenden begleitet. In der Zeit haben die beiden nicht nur die unterschiedlichen Stationen aus Leon Schwarzbaums Vergangenheit besucht.
Schwarzbaum auf den Wegen zu den Orten seiner Vergangenheit und denen seines heutigen Kampfes gegen das Vergessen zu begleiten, erlaubt es dem Zuschauer, Anteilnahme an diesem Einzelschicksal zu nehmen und Geschichte und Politik so greifbarer zu machen. Für das breite Publikum hat das Institut außerdem zwei öffentliche Vorführungen am 5. Februar, um 20 Uhr im Kino Corso in St.Vith und am 6. Februar, um 19.30 Uhr im Plenarsaal des Parlaments der DG (PDG) organisiert.
Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee das KZ Auschwitz-Birkenau. Seit 1996 ist der 27. Januar Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus - gilt Auschwitz mit seiner grauenhaften Tötungsmaschinerie doch als Symbol für den Holocaust schlechthin. (red)
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