Sie gilt als Retterin der deutschen Sprache in Brüssel und geriet selbst fast in Vergessenheit: Irene Janetzky (1914–2005) war die Frau, die kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 den deutschsprachigen Belgiern im Radio eine Stimme gab, als kaum jemand daran glaubte, dass die deutsche Sprache in Belgien überhaupt eine Zukunft haben könnte. Mit Haltung, Feingefühl und unermüdlichem Einsatz formte sie ein Programm für die Minderheit in den damaligen Ostkantonen, wurde zur Radiostimme im Wohnzimmer und zur Brückenbauerin in schwierigen Zeiten. Ihr ist ein Buch gewidmet, das im Grenz-Echo Verlag (GEV) erschienen ist.