Am vergangenen Montag fand eine Anhörung per Teams statt. Für Olympia Recht waren Trainer Jérôme Stark und Delegierter Dean Jahnke zugeschaltet, auf Seiten der Schiedsrichter der Hauptreferee Jerome De Coune sowie der kritisierte Assistent. Nach Einschätzung von Jérôme Stark verlief die Sitzung normal, jedoch kritisierte er das Verhalten des Beschuldigten. „Das war unterste Schublade“, sagte Stark am Freitag im Gespräch mit dem GrenzEcho. Der Linienrichter habe versucht, sich herauszureden und die Rollen umzudrehen, indem er angab, selbst beleidigt worden zu sein. „Die Aufnahmen unserer Analysekamera zeigen das Gegenteil“, so Jérôme Stark.
Besonders ärgerlich sei, dass Olympia Recht inzwischen den Ruf habe, bei den Schiedsrichtern als „schwarzes Schaf“ dazustehen. „Dabei geht es uns gar nicht um die Schiedsrichter im Allgemeinen – mit denen haben wir überhaupt keine Probleme“, betont der Übungsleiter. „Es geht um das Verhalten dieser einen Person. Und die hat nichts auf dem Schiedsrichterblatt verloren.“ Die Aussagen des Hauptschiedsrichters hätten allerdings die Sicht des Vereins gestützt. Jerome De Coune habe bestätigt, dass der Linienrichter in der Halbzeitpause die Vorwürfe eingeräumt habe. Für Stark ist das sehr wichtig: „Wir möchten nicht als Ausländer im eigenen Land angesehen werden.“ Der Rechter Trainer fügte hinzu: „Ein großes Dankeschön an den Hauptschiedsrichter für seine ehrliche Aussage.“ Die Reklamation von Olympia Recht wurde inzwischen angenommen und an die Disziplinarkammer des Verbandes ACFF weitergeleitet. Dort soll nun entschieden werden, ob der Linienrichter Konsequenzen tragen muss. (sc)

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