Die Debatte über den Ukraine-Krieg leidet unter einem gefährlichen Reflex: Wer nach Verhandlungen ruft oder vor einer neuen Rüstungsspirale warnt, gerät schnell unter Verdacht, die Bedrohung durch Russland zu unterschätzen. Dabei zeigt schon ein Blick in die Geschichte der NATO, dass Stärke nie allein aus immer mehr Waffen bestand. Im Kalten Krieg setzte das Bündnis auf technologische Überlegenheit, wirtschaftliche Stärke und strategische Geduld. Gezielte Abschreckung statt blinder Aufrüstung.