Sie war kaum 20 Jahre alt, als sie zur Prinzessin einer ganzen Fernsehgeneration wurde. Als Jana Nagyová Ende der 1970er-Jahre die Rolle der Arabella in der tschechischen Fantasy-Serie „Die Märchenbraut“ übernahm, traf sie auf ein Publikum, das für solche Erzählwelten längst bereit war. Märchenfilme hatten sich als Gegenwelt zum Alltag etabliert – als Mischung aus Fantasie, Humor und leiser Gesellschaftskritik. „Die Märchenbraut“ griff den Zeitgeist auf: mit handgemachten Tricks, spielerischen Brüchen zwischen Märchenwelt und Realität und Figuren, die weit über Kinderfernsehen hinausreichten. Nagyovás Gesicht bleibt bis heute untrennbar mit Arabella verbunden.