Pro & Contra: Sollten deutschsprachige Gemeinden fusionieren?

<p>Immer wieder steht die Frage nach Gemeindefusionen in der DG im Raum.</p>
Immer wieder steht die Frage nach Gemeindefusionen in der DG im Raum. | Foto: belga, Collage: GrenzEcho

Pro – Chrsitian Schmitz

Jetzt weiterlesen – und noch viele weitere Artikel…
Mit dem Basic-Abo haben Sie Zugang zu allen Artikeln bereits ab 9 € pro Monat!
Jetzt abonnieren
Bereits abonniert?

Kommentare

  • Vorab möchte ich bei dieser Gelegenheit das aktuelle Format des »Pro und Contra« im GrenzEcho nachdrücklich loben und gutheißen. Im Vergleich zu einer früheren Wochenkolumne in der gleichen Tageszeitung, die dem Leser fast gebetsmühlenartig die einseitige Sicht einer Einzelperson quasi aufdrängte, steuert die Redaktion in dieser Plattform einer offenen, auf sachliche Argumente basierten Diskussion bei. Nicht jedes Thema interessiert und bewegt dabei jeden. Das macht aber nichts. Danke dafür!

    In der Diskussion der heutigen Ausgabe »Sollten die Deutschsprachigen Gemeinden fusionieren« möchte ich hiermit der Pro-Argumentation des Chefredakteurs in allen Punkten ohne Abstrich zustimmen.

    Und gleichzeitig auf einen weiteren Aspekt hinweisen, der nicht erwähnt wurde aber in meinen Augen eine Bündelung der Kräfte und Energien mehr als notwendig erscheinen lässt. Nämlich die politische Dimension.

    Fakt ist, zumindest im Süden der Deutschsprachigen Gemeinschaft, dass es nicht erst seit den letzten Wahlen schon eine riesige Herausforderung ist, überhaupt eine Kandidatenliste für den Gemeinderat zusammen zu stellen, geschweige dann zwei oder gar mehrere. Die Folge: politischer Einheitsbrei, ohne wirkliche Opposition, Demokratie ade!

    Ich bin der festen Überzeugung, dass beispielsweise nach einer Fusion der fünf Südgemeinden eine ganz neue demokratische Dynamik und Vielfalt entstehen wird. Geht dabei der lokale Bezug verloren? Mitnichten! Jede Liste oder Partei wird ganz sicher auf eine ausgeglichene geographische Verteilung ihrer Kandidaten achten, um größtmöglichen Wahlerfolg zu erzielen.

    Ein weiterer Aspekt: brauchen wir für knapp 31.000 Menschen fünf Bürgermeister und zwanzig oder mehr Schöffen?
    Nein, nicht wirklich!

    Im Gegenteil: neben einer deutlichen Kosteneinsparung würde eine Fusion zu einer Eifelgemeinde eine Professionalisierung der Ämter mit sich bringen. Dem Bürgermeister oder der Bürgermeisterin stünde eine seiner/ihrer Verantwortung gerecht werdende Entlohnung zu (was derzeit in den kleinen Einheiten wohl eher nicht der Fall ist) und auch das Amt des Schöffen und der Schöffin (in der Summe dann deutlich weniger an der Zahl!) könnte zum Vollzeitjob erhoben werden. In meinen Augen ein klarer Mehrwert.

    Ich freue mich auf die kommenden Diskussionen zu diesem Thema und wünsche den politisch Verantwortlichen in den Gemeinden und bei der übergeordneten Instanz, sprich der Deutschsprachigen Gemeinschaft, eine Abkehr von veraltertem Kirchturmdenken und eine gute Portion politischen Mutes.

  • Marita Eichten Es verwundert mich doch sehr Herr Velz, dass sie diesen Fusionen so offen gegenüber stehen. Die jetzigen Bürgermeister werden auch nicht schlecht entlohnt. Es geht doch nicht um die Berufspolitikerposten, die dann noch besser bezahlt werden. Es geht darum, gibt es einen Mehrwert für unsere Bürger in unseren Dörfern. Wird es wirklich einfacher, Listen zusammenzustellen für die Wahlen? Da habe ich so meine Zweifel. Macht es wirklich Sinn alle Eifelgemeinden zusammenzulegen? Schön wäre es, wenn zu diesem Thema Diskussionsabende stattfinden, um wirklich herauszufinden, ob die Bürgerinnen und Bürger, diese Zusammenlegungen wirklich wollen.

Kommentar verfassen

2 Comments