Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Einführung des europäischen CO₂-Marktes und der damit verbundenen finanziellen Mittel stellte sich für Steffi Pauels insbesondere die Frage, inwiefern dieser wallonische Plan mit dem Energie- und Klimaplan der Deutschsprachigen Gemeinschaft verzahnt ist. In diesem Zusammenhang erkundigte sie sich bei Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG) nach der konkreten Zusammenarbeit zwischen beiden Ebenen sowie nach den Möglichkeiten für Betriebe in der DG, von den vorgesehenen Maßnahmen zu profitieren.
Tatsächlich verfüge die DG mit ihrem eigenen Energie- und Klimaplan über ein strategisches Instrument, das inhaltlich mit den Maßnahmen und Zielsetzungen der Wallonischen Region „kompatibel“ sei, so Oliver Paasch. Gemeinsam mit den Gemeinden seien bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt worden. Zudem erhalte die DG nun 6,5 Millionen Euro aus dem europäischen Klimafonds – als einzige Gemeinschaft in Belgien, da diese Mittel ursprünglich den Regionen vorbehalten waren, antwortete er. Die Gelder sollen vollständig in die energetische Sanierung des öffentlichen Wohnraums fließen. „Wir stehen im engen Austausch mit der Wallonischen Region, um die angestrebten Klimaziele zu erreichen, Überschneidungen zu vermeiden und Synergien zu nutzen. Gleichzeitig wollen wir sicherstellen, dass auch Maßnahmen der Wallonischen Region für Akteure in der Deutschsprachigen Gemeinschaft zugänglich und umsetzbar sind, sofern die Zuständigkeiten dies erlauben“, sagte Oliver Paasch. Ein entsprechendes Zusammenarbeitsabkommen werde derzeit vorbereitet. Zur Unterstützung von Kleinstunternehmen erklärte der Ministerpräsident, dass die im wallonischen Klimaplan vorgesehenen Instrumente auch Betrieben in der DG offenstehen sollen, sofern sie die Förderkriterien erfüllen. Die Umsetzung erfolge über die zuständigen wallonischen Stellen. Nach der voraussichtlichen Genehmigung des nationalen Sozialen Klimaplans im Jahr 2026 soll zunächst eine Informationsphase starten; Fördermittel könnten dann ab 2027 beantragt werden. Betriebe können sich dazu an wallonische Anlaufstellen oder die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) wenden. (sc)

Kommentare
Herr Paasch, welche Organisation in der DG kontrolliert die Wirksamkeit der Investitionen? Schließlich handelt es sich um Gelder der Steuerzahler. Um wieviel Grad senken diese Massnahmen die Temperatur in der DG und weltweit? Wie ändert sich dadurch das Wetter? Einen Tipp an Herr Balter, Sie können diese Fragen auch im Namen von vivant stellen.
Der Herr Wahl hat vollkommen recht!
Würde ich -wie er- wissenschaftliche Erkenntnisse, ja wissenschaftlichen Konsens mit stoisch-reaktionärem Gehabe in den Wind schlagen, würde ich -wie er- behaupten, es gebe keinen anthropogenen Klimawandel und würde ich -wie er- hinausposaunenen, CO2 spiele bei der Erderwärmung keine Rolle und einen Treibhauseffekt gebe es nicht, würde ich wohl ähnlich poltern und derart rhetorische Fragen stellen.
Das Dumme ist nur, dass er und seine Gegenpoler nichts anderes als rückwärtsorientierte Sektierer sind, deren Ziel allein darin besteht, den vermeintlich „links-woke-grünen Quark“ oder die “links-grün versifften Idioten” (O-Ton) zwanghaft widerlegen zu wollen. Bei solcherlei… Kreuzzug rückt dann auch bei dem einen oder anderen seine vermeintlich christliche Gesinnung in den Hintergrund. Trump lässt grüßen. (OK, bis zum Auslöschen ganzer (links-grüner) “Zivilsationen” bleibt noch ein wenig rhetorischer Spielraum, den auszufüllen sich Gegenpoler Scholzen redlich bemüht.)
Wenn diesem fragwürdigen Vorhaben die Wissenschaft im Wege steht… was soll‘s? Weg damit!
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