[Video] Fünf Jahre nach der Flut: Feuerwehrchef Francis Cloth spricht über Lehren und Risiken

<p>„Ob wir heute besser vorbereitet sind? Wir sind auf jeden Fall mental anders vorbereitet. 2021 war für alle ein Schock. Heute haben wir ein anderes Wissen: Das macht uns im Vorfeld sensibler für die Gefahrenlage“, ist Kommandant Francis Cloth überzeugt.</p>
„Ob wir heute besser vorbereitet sind? Wir sind auf jeden Fall mental anders vorbereitet. 2021 war für alle ein Schock. Heute haben wir ein anderes Wissen: Das macht uns im Vorfeld sensibler für die Gefahrenlage“, ist Kommandant Francis Cloth überzeugt. | Foto: David Hagemann


Herr Cloth, die Flutkatastrophe liegt nun fünf Jahre zurück – welche Erinnerungen sind Ihnen im Gedächtnis geblieben? Damals waren Sie ja noch nicht Zonenkommandant.

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Kommentare

  • Hinweis: Die Aussage, die Wesertalsperre wäre auch dann übergelaufen, wenn sie komplett leer gewesen wäre, ist so nicht korrekt. Es sind während der Starkregenperiode zwischen 12 und 14 Millionen m3 Wasser in die Sperre geflossen. Dies entspricht etwas mehr als der Hälfte des Fassungsvermögens der Sperre von rund 25 Millionen m3.

    Zu Beginn der Regenfälle verfügte die Sperre über eine Reserveaufnahmekapazität von 5,6 Millionen m3. (Mehr als die doppelte zum damaligen Zeitpunkt vorgesehene Menge). Um alle Niederschläge aufzunehmen hätten also mindestens weitere 7 Millionen m3 vorher abgelassen werden müssen. Dies selber hätte jedoch in einer rel. kurzen Zeitspanne bereits zu Überschwemmungen in der Unterstadt geführt, den maximal erreichten Pegel womöglich aber reduziert oder hinausgezögert.

    Fast alle Sperren in der deutschen Eifel sind bei dem Ereignis vor 5 Jahren ebenfalls voll- bzw. übergelaufen bzw. mussten erhebliche Wassermengen ablassen, um die Bauwerke nicht zu gefährden. Eine volle Talsperre wird dann “unsichtbar”. Dies bedeutet, dass alles in sie hineinströmende Wasser im gleichen Umfang auch wieder abfließt. In der Spitze betrug der Zustrom in die Wesertalsperre 270 m3 pro Sekunde! Der Abfluss 196 m3. Über 70 m3 konnte die Sperre somit zeitweise den max. Abfluss… reduzieren. Zur Info: Bereits ab 30 m3 pro Sek. werden Teile der Unterstadt überschwemmt…

    Talsperren, die in erster Linie die Wasserversorgung einer Region sicherstellen, müssen beim Hochwassermanagement Kompromisse eingehen. Dass dies besser gehandhabt werden kann, als 2021 steht außer Frage. Dass die Talsperren ursächlich für die Katastrophe verantwortlich sein sollen - wie nach der Hexenjagd des ehemaligen GE-Chefredakteurs in Eupen nach wie vor behauptet wird - ist falsch und verhindert zumindest, sich mit den tatsächlichen Ursachen zu beschäftigen.

    Dass, wie in dem Artikel vermerkt, die Sensibilität der Menschen für Unwetterwarnungen gestiegen sein soll, stimmt zumindest für diejenigen nicht, die im Gegenteil hinter jeder Unwetter- oder Hitzewarnung nur Panikmache der Behörden sehen. „Wie bei… Corona“, wie dann gerne süffisant hinzugefügt wird. Zuletzt beim in den sozialen Medien z.T. sarkastisch kommentierten Bericht über die gestiegene Übersterblichkeit während der Hitze im vergangenen Juni.

    Die Lernfähigkeit des Menschen ist offensichtlich begrenzt und seine Fähigkeiten, einer möglichst auf Fakten beruhenden Einordnung und Beurteilung von solchen Ereignissen ebenfalls.
    Bei Betroffenen ist dies menschlich nachvollziehbar, bei Journalisten Desinformation.

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