Der fiktive Mord muss in der Euregio geschehen

<p>Eingereicht werden dürfen Kurzkrimis mit einer Länge von maximal drei DinA4-Seiten.</p>
Eingereicht werden dürfen Kurzkrimis mit einer Länge von maximal drei DinA4-Seiten. | Illustrationsbild: dpa

Schreibwettbewerbe gibt es bei der Lupe in Kooperation mit wechselnden Organisationen schon seit 30 Jahren. In diesem Jahr arbeiten die Verantwortlichen der VoG wieder mit dem Medienzentrum und erstmals mit der VoG Zeitkreis aus Raeren zusammen. Diesmal lautet das Motto: „Mord vor Ort: Schreibe einen Kurzkrimi“.

Wer immer schon Mal eine Leiche aus dem Casino Weiher in Kelmis fischen wollte, kann jetzt seiner Fantasie freien Lauf lassen.

„Alle Schreibfreudigen ab 16 Jahren können an dem Wettbewerb teilnehmen und einen selbst verfassten Krimi einreichen“, erklärt Sonja Hoffmann, Geschäftsführerin von Zeitkreis. Mit dem Thema Krimi hoffen die Ausrichter des Wettbewerbs, alle Altersklassen anzusprechen.

Allerdings gilt es, eine wichtige Regel einzuhalten: Das Tötungsdelikt muss sich im euregionalen Raum, will heißen Ostbelgien, deutsches oder luxemburgisches Grenzgebiet, ereignen. Wer also immer schon Mal eine Leiche aus dem Casino Weiher in Kelmis fischen oder einen Toten ins Güllefass in Eibertingen werfen wollte, kann jetzt in die Tasten hauen und seiner kriminalistischen Fantasie freien Lauf lassen. „Zugelassen sind nur eigene und bisher unveröffentlichte Geschichten. Ein Krimi pro Autor wird angenommen, Gemeinschaftsarbeiten sind ebenfalls zugelassen“, betont Lupe-Präsident Dieter Thielen-Krütgen.

Was die Länge der Texte angeht, dürfen drei DinA4 Seiten (Schriftgröße 12) nicht überschritten werden. Man kann also durchaus sagen: In der Kürze liegt die Würze. „Auf drei Seiten einen spannenden Kriminalfall aufzubauen und zu lösen ist in der Tat eine Herausforderung“, so Sonja Hoffmann. Die Organisatoren sind sich einig: Solch ein Wettbewerb regt zur Kreativität an und fördert neben der Ausdrucksfähigkeit wichtige Kompetenzen. „Das Schreiben soll das Selbstwertgefühl stärken und den Teilnehmern die Möglichkeit bieten, sich auszuprobieren und versteckte Stärken zu entdecken oder wieder zu entdecken. Freude am lebenslangen Lernen kommt hinzu“, sagen sie.

Bis zum 15. September werden die Kurzkrimis angenommen. Anschließend nimmt eine Jury aus Autoren, Germanisten und Kriminalisten die Texte unter die Lupe. Bewertungskriterien sind unter anderem Aufbau, Rhythmus, Spannung, Auflösung und Gesamtbild der Geschichte. Die besten Hobbyautoren werden zu einer Preisverleihung, die voraussichtlich im Dezember stattfindet, eingeladen und erhalten Preise. In diesem Rahmen werden auch die drei Krimis, die am besten bewertet wurden, vorgelesen. Wer weiß, vielleicht kommt auch ein Gärtner darin vor...

Die Kurzkrimis sollten am PC oder an der Schreibmaschine verfasst werden und spätestens bis zum 15. September bei der Lupe VoG, Neustraße 93 in Eupen, oder beim Zeitkreis, Hauptstraße 82 in Raeren, eingereicht werden. (cyl)

Infos erhält man unter

www.lupe.be oder www.zeitkreis.be

sowie unter

Tel. 087/55 27 19 oder 087/45 01 24.

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