Rund 700 Besucher kamen zur Immobilienmesse

<p>Viele Besucher schätzten die Zwanglosigkeit der Beratungen.</p>
Viele Besucher schätzten die Zwanglosigkeit der Beratungen. | Fotos: Helmut Thönnissen

Die mehr als 30 Aussteller warteten am Samstagvormittag nicht etwa gelangweilt auf die ersten Kunden, sondern hatten schon gut zu tun, als wir am Samstagmorgen einen ersten Rundgang über die Messe machten. „Wir sind zu dritt hier am Stand und haben noch kaum Zeit zum Verschnaufen gehabt; aber dafür sind wir ja auch nicht hier“, heißt es lachend am Stand eines Immobilienmaklers. „Ja, wir sprechen die Leute im Vorbeigehen an und bieten ihnen erstmal ein Glas Sekt an. Und darüber ergibt sich das gemütliche Gespräch, der Kontakt, der Informationsaustausch.“

Nicht nur an diesem IMO-Stand läuft es genau so. Manche Aussteller haben einen Catering-Dienst organisiert, manche bieten Suppe oder Snacks an. Und wieder andere haben ihre Stammkunden und Partner gezielt zu einem Empfang eingeladen: „Gartengestaltung und Keramikprodukte, das passt prima zusammen. Wir haben als Partnerfirmen mit nebeneinanderliegenden Ständen eingeladen und erwarten gleich dazu knapp 70 Gäste“, hieß es hier erwartungsvoll.

Von der „Pflege bestehender Kunden und der Neukundengewinnung“ spricht der Vertreter eines Anstreicherbetriebes etwas weiter. „Gerade im Internet-Zeitalter sind solche Messen wichtige Kontaktbörsen, um auf neue, junge Kundschaft zuzugehen“, weiß er aus Erfahrung.

Auch Gewinnspiele und andere Aktivitäten werden genutzt, um die potenziellen Kunden an den Stand zu „locken“. „Die meisten lassen sich die Chance auf den Gewinn eines Wellness-Tages in der Eifel oder eines Präsentkorbes mit regionalen Produkten nicht entgehen“, sagt die charmante Dame am Stand einer Immobilienagentur lächelnd.

Von einem „Super-Auftakt der Messe“ sprechen manche Aussteller sogar schon am Samstagmittag. Und alle erwarteten für den weiteren Verlauf des Samstags sowie für den Sonntag noch eine Steigerung des Besucherandrangs. „Wenn die Wochenendeinkäufe oder andere Pflichtpunkte des Samstagsprogramms erledigt sind, dann kommen noch mehr Leute“ – die GrenzEcho-Kollegen am Eingang des Alten Schlachthofs kennen sich aus, denn immerhin organisiert das Verlagshaus die „IMO“ bereits zum vierten Mal.

Und die Besucher, was sagen sie zur ostbelgischen Immobilienmesse? Robin und Aline aus Kettenis haben ihren Rundgang gerade beendet. Sie tragen sich mit ersten Ideen zum Bau eines Hauses und haben dazu interessante Kontakte knüpfen können. „Ja, es war so einiges dabei, worüber wir jetzt nachdenken können. Wir haben uns bei Maklern und Bauunternehmern in die Listen eintragen lassen und werden ab jetzt sicher noch viele weitere Informationen und Angebote erhalten“, berichten sie. Auch Stefanie und Alice, zwei Schwestern aus Walhorn bzw. Lontzen denken an Bau oder Kauf eines Hauses. Sie kommen gerade an und greifen beherzt nach den Tragetaschen am Eingang des Schlachthofs, „um das Infomaterial der Aussteller zu sammeln und dann auszuwerten“. Und auch das dritte von uns angesprochene junge Paar kommt mit der gleichen Absicht zur IMO, ein Immobilienprojekt zu verwirklichen: Lena und Borith aus Eupen wollen sich „einfach mal umgucken und erste Kontakte knüpfen“.

Sanieren, Isolieren, Gartengestaltung, Heizung, Anstrich, Dacherneuerung, aber auch Projektfinanzierung – die Messestände sind vielfältig und abwechslungsreich. Für jeden, der sich mit dem Gedanken an ein Immobilienprojekt herumträgt, ist diese regionale Messe ein Pflichtbesuch. Dass man dabei auch noch gemütlich plaudern und es sich gut gehen lassen kann, nimmt man nebenbei gerne mit.

Auch Brice Rodheudt von Pierre et Nature schätzt die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Messeausstellern. Aber auch mit neuen sowie „alten“ Gesichtern kommt man in diesem Rahmen schnell ins Gespräch. „Wir erhalten hier interessantes Feedback von Kunden, die bereits eine Immobilie gekauft haben“, erzählt er. Als die Messe am Samstagmorgen gerade ihre Pforten geöffnet hatte, standen bei Pierre et Nature bereits drei Kunden Gewehr bei Fuß, um bei einem ganz bestimmten Projekt die Ersten zu sein.

Auch bei EU Immobilien ist man mit dem Ablauf der Messe zufrieden. „Kein riesiger Andrang, aber die Qualität der Anfragen war umso höher“, heißt es hier. „Die Nachfrage nach Wohnungen ist nach wie vor groß“, so Lucas Reul.

Die Organisatoren der Messe zogen am späten Sonntagnachmittag eine positive Bilanz. Schätzungsweise 700 Besucher kamen insgesamt an beiden Tagen in den Alten Schlachthof. Einer fünften Auflage der IMO steht somit nichts im Weg. „Im kommenden Jahr werden wir turnusgemäß wieder im Triangel in St.Vith unsere Zelte aufschlagen“, erklärt Tim Verdin vom GrenzEcho.

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