Einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Opinium im Auftrag der Sonntagszeitung „Observer“ zufolge käme die Farage-Partei derzeit auf mehr Stimmen als die beiden etablierten Volksparteien, Konservative und Labour, zusammen. Bisherigen Umfragen zufolge lagen Labour und die Brexit-Partei Kopf an Kopf. Die Konservativen von Premierministerin Theresa May schneiden in allen Umfragen schlecht ab.
Farage scheint es zu gelingen, einen Großteil der Brexit-Befürworter hinter sich zu scharen. Die Stimmen von proeuropäischen Wählern hingegen verteilen sich auf mehrere Parteien, unter anderem auf Labour, die Liberaldemokraten und die neu gegründete Partei Change UK. Britische Abgeordnete nehmen 73 der 751 Sitze im EU-Parlament ein.
Sogar bei einer Parlamentswahl würde die Brexit-Partei einem Bericht des „Sunday Telegraph“ zufolge die Konservativen derzeit prozentual überflügeln. Das ergab demnach eine Umfrage des Instituts ComRes.
Derweil wirft der wegen angeblichem Geheimnisverrat entlassene ehemalige Verteidigungsminister Gavin Williamson Premierministerin May Naivität vor. Er hält die Gespräche zwischen Regierung und Opposition über einen Ausweg aus der Brexit-Sackgasse für sinnlos. „Es kann nur in Tränen enden“, schrieb Williamson in einem Gastbeitrag für die „Mail on Sunday“.
(dpa)

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