Versteckte Kameras: Mysteriöser Fund im Eupener TEC-Depot

<p>Ein Blick auf das TEC-Depot an der Herbesthaler Straße in Eupen</p>
Ein Blick auf das TEC-Depot an der Herbesthaler Straße in Eupen | Foto: Ralf Schaus

Auf den ersten Blick sieht er aus wie ein normaler Hartschalenkoffer, beim Öffnen stellt sich aber heraus, dass es sich um vier einfallsreich getarnte Überwachungskameras in Mini-Format handelt. Entdeckt wurde das mysteriöse Behältnis, das die meisten Menschen so wohl nur aus einem Hollywoodstreifen kennen, in einem Regal des TEC-Depots an der Herbesthaler Straße.

Aber was steckt hinter der Geschichte? Alexander Bergmann, der für die Diensteinteilung im Depot Eupen verantwortlich ist, wollte, oder besser gesagt, durfte sich auf Nachfrage des GrenzEcho nicht äußern. Er verwies auf Carine Zanella, Sprecherin der TEC-Lüttich-Verviers, und die stellte klar: „Die Kameras wurden nicht verwendet, um das Personal zu filmen.“

Blöd nur, dass Mitarbeiter, die den Koffer vor Kurzem entdeckten, genau das vermuteten und die Polizei informierten. Die Beamten machten kurzen Prozess und beschlagnahmten das „gute Stück“ vorläufig.

Dabei diente der Koffer laut Carine Zanella nur dazu, das TEC-Areal während der Arbeiten an der unteren Herbesthaler Straße zu überwachen - zumindest am Wochenende, da zu dieser Zeit das Depot personell nicht besetzt ist. „Bei den Unterhaltsarbeiten, die im Jahr 2018 starteten, stellten wir fest, dass immer wieder externe Personen illegal über das Gelände gingen“, erklärt Carine Zanella gegenüber der RTBF. Die Folge: Kleine Anzeichen von Vandalismus. Damit aber nicht genug: Es bestand zeitweise auch der Verdacht, dass Kraftstoff gestohlen wird. „Um dem entgegenzuwirken, stellten wir den Koffer am Wochenende auf.“ Und das in einem Bereich, der offiziell videoüberwacht wird. Die zusätzlichen Kameras waren nach Angaben der TEC „notwendig“, um sogenannte tote Winkel auszumerzen. (calü)

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