Kosovo lässt wieder serbische Fahrzeuge und Waren über die Grenze

<p>Ein Wasserwerfer der kosovarischen Polizei fährt über die Straße, während österreichische Soldaten der KFOR-Friedensmission im Hintergrund stehen.</p>
Ein Wasserwerfer der kosovarischen Polizei fährt über die Straße, während österreichische Soldaten der KFOR-Friedensmission im Hintergrund stehen. | Foto: Dejan Simicevic/AP

Die Regierung in Pristina hatte die Grenzsperre für serbische Waren und Fahrzeuge am vergangenen Mittwoch verfügt, weil Serbien zuvor drei kosovarische Polizisten festgenommen hatte. Nach kosovarischer Darstellung waren sie aus dem Kosovo entführt worden. Belgrad behauptete, sie seien nach Serbien eingedrungen.

Die Nato-geführte Schutztruppe KFOR teilte am Freitagabend in Pristina mit, dass sie nach einer Untersuchung des Vorfalls nicht in der Lage sei festzustellen, ob die Gefangennahme der drei Polizisten auf kosovarischem oder serbischem Staatsgebiet erfolgte. Sie erinnerte beide Seiten daran, dass sie Aktionen ihrer Sicherheitskräfte im grenznahen Bereich mit der KFOR zu koordinieren haben. Dies sei in diesem Fall nicht geschehen.

Die KFOR ist seit 1999 generell für die Sicherheit im Kosovo zuständig. Zwischen Serbien und dem Kosovo schaukeln sich die Spannungen seit Monaten hoch. Beinahe täglich kommt es im fast ausschließlich von Serben bewohnten Nord-Kosovo zu Zusammenstößen oder zu Gewaltakten gegen Amtspersonen und Journalisten. Das heute fast ausschließlich von Albanern bewohnte Kosovo hatte sich 2008 für unabhängig erklärt. Serbien erkennt dies nicht an und verlangt die Rückgabe seiner ehemaligen Provinz. (dpa/calü)

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