Wallonischer Verkehrsminister möchte schlechte Prüfungsquote untersuchen

<p>Die Zahl der Personen, die die Führerscheinprüfung nicht bestehen, steigt. In der Wallonie will man dieser Tendenz auf den Grund gehen. Illustration: Photo News</p>
Die Zahl der Personen, die die Führerscheinprüfung nicht bestehen, steigt. In der Wallonie will man dieser Tendenz auf den Grund gehen. Illustration: Photo News

„Welche Erklärung haben Sie für den aktuellen Tiefstand von 28 Prozent der bestandenen Theorieprüfungen? Wie möchten Sie dem entgegenwirken, um die Verkehrssicherheit in der Wallonischen Region zu erhöhen?“, lauteten ihre Fragen. Di Antonio erklärte, dass ihn die veröffentlichten Zahlen beunruhigten und er mit seiner Verwaltung eine detaillierte Analyse durchführen werde: „Vor fünf Jahren haben rund 50 Prozent die Theorieprüfung im ersten Anlauf bestanden. Nach Inkrafttreten der Führerscheinreform am 1. Januar 2018 sank die Quote auf rund 30 Prozent. Nun liegt sie darunter“, sagte er.

Dies sei in seinen Augen auch auf die Wiedereinführung des schweren Fehlers zurückzuführen: „Wer etwa eine rote Ampel missachtet, der wird mit fünf Fehlerpunkten bestraft“, erläuterte der Minister, der dies für angebracht hält. Ein Grund könne aber auch eine schlechte Vorbereitung der Prüflinge sein. Dem wolle man auf den Grund gehen, da junge Fahrer eine hohe Unfallquote an den Tag legten. „Bereits im Rahmen der Führerscheinausbildung sollte das Bewusstsein für die Sicherheit gestärkt werden. Es ist wichtig, nicht nur für die Prüfung, sondern besonders für die Zeit danach vorbereitet zu sein“, hielt Jenny Baltus-Möres fest. (red/sc)

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