Protestaktion bei TotalEnergies in Feluy: keine größeren Zwischenfälle

<p>Umweltaktivisten der Initiative „Code Rouge“ blockierten am Samstag den Eingang zur TotalEnergies-Raffinerie in Feluy.</p>
Umweltaktivisten der Initiative „Code Rouge“ blockierten am Samstag den Eingang zur TotalEnergies-Raffinerie in Feluy. | Foto: belga

Elf Personen seien vorläufig festgenommen worden, da sie sich weigerten, ihren Personalausweis vorzuzeigen. Diese Personen würden „tröpfchenweise“ freigelassen, sobald sie identifiziert seien. Die Aktion verlaufe bislang friedlich.

Seit Samstagmorgen blockieren Hunderte von Aktivisten, die der Initiative „Code Rouge“ angehören, die Zugänge zu den Unternehmen der TotalEnergies-Gruppe in Feluy und Wandre (Lüttich) mit dem Ziel, den Betrieb vollständig lahmzulegen.

Die Aktivisten fordern in Hinblick auf die Umweltkrise den Ausstieg aus fossilen Energien.

TotalEnergies stellt in Feluy Kunststoffgranulat her. Seit mindestens 2007, damals ging die erste offizielle Beschwerde eines Anwohners ein, findet man diese kleinen Plastikkügelchen überall in der Umgebung von Feluy in Wasserläufen, an Straßenrändern und auf Feldern. Weitere Beschwerden folgten.

„Diese Verschmutzung ist weder harmlos noch akzeptabel und stellt eine Bedrohung für die Umwelt und die Gesundheit dar“, erklärte Arnaud Guérard, Umweltschöffe der Gemeinde Ecaussinnes.

Ende 2021 hatte TotalEnergies eine ihm gehörende Parzelle abgeholzt, um dort Photovoltaikmodule anzubringen. Und das, obwohl die wallonische Region die Baugenehmigung nicht erteilt hatte, mit dem Argument, dass es Alternativen gab, insbesondere die Anbringung der Paneele auf den Dächern der Fabrik. Die Gemeinde und die Wallonische Region reichten daraufhin eine Klage ein. (belga/sue)

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