Schutz von Mooren: Großbritannien verbietet Verkauf von Torfprodukten

<p>Nebel steigt über dem Fylingdales Moor in der Hochebene der North York Moors aus.</p>
Nebel steigt über dem Fylingdales Moor in der Hochebene der North York Moors aus. | Foto: picture alliance/dpa/PA Wire/Neil Squires

„Moore sind der größte Kohlenstoffspeicher Großbritanniens, aber nur etwa 13 Prozent unserer Moore befinden sich in einem naturnahen Zustand“, teilte das Umweltministerium in London am Samstag mit. Gründe seien unter anderem die Entwässerung für landwirtschaftliche Zwecke sowie Überweidung. „Wenn dieser Abbau stattfindet, wird der im Moor gespeicherte Kohlenstoff als Kohlendioxid freigesetzt und trägt zum Klimawandel bei“, betonte das Ministerium. Moore speichern im Vereinigten Königreich insgesamt etwa 3,2 Milliarden Tonnen Kohlenstoff und damit mehr als Wälder, wie die BBC berichtete.

Umweltschützer hatten schon seit längerem schärfere Maßnahmen zum Schutz gefordert. Die Regierung will bis 2025 als Teil ihrer Netto-Null-Strategie insgesamt 35 000 Hektar Torfmoore wiederherstellen. Die Regelung gilt nur für den größten britischen Landesteil England. Wales wird vermutlich bis Mai 2024 ein ähnliches Verbot einführen. Die schottische Regionalregierung hat einen solchen Schritt zwar angekündigt, aber hat bisher keinen Termin genannt. In Nordirland wurden Vorschläge, den Verkauf von torfhaltiger Erde bis 2025 zu verbieten, zuletzt wieder aufgehoben. (dpa/ag)

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