Coronavirus in Belgien: Die Lage in den Krankenhäusern ist stabil

<p>Coronavirus in Belgien: Die Lage in den Krankenhäusern ist stabil</p>
Illustrationsbild: belga

Das geht aus den aktuellsten Fallzahlen von Sciensano, dem Institut für Volksgesundheit, hervor, die am Montag veröffentlicht wurden. Seit dem Beginn der Coronakrise haben sich nach Sciensano-Angaben in Belgien mindestens 738.631 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, liegt nach Sciensano-Schätzungen aktuell bei 0,95. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Schnitt knapp einen weiteren Menschen mit dem unsichtbaren Feind ansteckt. Die kumulative Inzidenz der letzten 14 Tage liegt belgienweit derweil bei 257 Fällen pro 100.000 Einwohner (- 3%).

Aber nicht nur bei den Infektionen lässt sich ein Rückgang beobachten. Auch die Anzahl Menschen, die aufgrund einer Ansteckung mit dem Virus in einem hiesigen Krankenhaus untergebracht werden mussten, hat sich verringert. In dem Zeitraum zwischen dem 8. Januar und 14. Februar wurden pro Tag durchschnittlich 119 Covid-19-Patienten in ein Hospital eingeliefert. Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Schwund von 10 Prozent. Sciensano teilte außerdem mit, dass aktuell 1.598 Menschen (+ 2%), die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, in hiesigen Krankenhäusern behandelt werden müssen. Von den 1.736 Personen liegen 307 (+ 3%) auf einer Intensivstation. Seit dem 12. Oktober ist die Anzahl der Coronapatienten damit zwei Tage in Folge unter dem Wert von 1.600 geblieben. Die höchste Auslastung hatten die Spitäler übrigens Anfang November zu verzeichnen. Damals lagen mehr als 7.000 Menschen in einem Krankenhausbett.

Laut Angaben von Sciensano wurden seit dem Ausbruch der Pandemie rund 8,9 Millionen Coronatests durchgeführt. In dem Zeitraum zwischen dem 5. und 11. Februar wurden täglich rund 45.000 Tests durchgeführt – das sind knapp 10 Prozent im Vergleich zur letzten Sieben-Tage-Prognose. Laut dem Biostatistiker Bart Mesuere (UGent) sei der Schwund darauf zurückzuführen, dass in den Schulen weniger Tests durchgeführt worden sind, da die zahlreiche Sekundarschüler – allen voran in Flandern – ausschließlich Fernunterricht erhalten hatten.

Was die Anzahl der Corona-Toten im Land betrifft, sind die Fallzahlen derweil steigend. Zwischen dem 5. und 11. Februar sind laut offiziellen Angaben im Durchschnitt 40,9 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben – das sind 5,9 Prozent mehr als in der Vorwoche. Landesweit wurden bis dato 21.662 Corona-Tote verzeichnet.

Nach offiziellen Angaben wurden darüber hinaus 365.355 Menschen geimpft – zumindest einmal. Zur Erinnerung: Belgien hat 11,46 Millionen Einwohner (Stand 2019). (belga/calü)

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