„Die Coronakrise hat einen großen Einfluss auf die Anzahl der von der Nationalbank registrierten neuen Kredite gehabt. Vor allem während des ersten Lockdowns, die in der zweiten Märzhälfte verordnet wurde, mit der obligatorischen Schließung von Geschäften und anderen restriktiven Maßnahmen, die verhängt wurden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, brach die Nachfrage nach Krediten ein“, heißt es seitens der Nationalbank: „Und das mit einem Rückgang von 70 % bei Ratenkrediten und Krediteröffnungen im April im Vergleich zum April 2019.
Ab dem Sommer nahm die Kreditvergabe laut Nationalbank allmählich wieder zu, ohne jedoch das normale Niveau zu erreichen. Auf Jahresbasis sanken Krediteröffnungen und Ratenkredite um 29,6 % bzw. 18,7 %. Der Rückgang bei den Hypothekarkrediten betrug 14,8 %, wobei dieser Trend insofern zu relativieren ist, als 2019 aufgrund der angekündigten Abschaffung der Wohnungsbauprämie in Flandern zum Jahresende noch eine außergewöhnliche Menge an Hypothekarkrediten zu verzeichnen war, teilt die Nationalbank mit.
Auch die Zahl der Personen, die sich in Verzug befanden, war rückläufig. Ende 2020 waren 315.165 Personen mit zusammen 452.890 Ausfällen in der Zentrale für Kreditwesen der BNB eingetragen, was einem Rückgang von 6,3 bzw. 7,3 % entspricht. Dort stellte man außerdem fest, dass viele Verbraucher einen Zahlungsaufschub für ihren Hypothekenkredit beantragt haben (rund 145.000 Kreditakten), „was nicht verwunderlich ist, wenn man die hohe monatliche Rückzahlungsbelastung bedenkt, die mit dieser Art von Kredit verbunden ist“. Um die Auswirkungen der Coronakrise zu überwinden, wurden Einzelpersonen und Unternehmen verschiedene Möglichkeiten der Zahlungsaufschiebung angeboten. (belga/mv)

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