23.52 Uhr: Trump hat Notiz für Biden im Oval Office hinterlassen
Donald Trump hat vor seinem Auszug aus dem Weißen Haus eine Notiz für seinen Amtsnachfolger Joe Biden im Oval Office hinterlassen. „Der Präsident hat einen sehr wohlwollenden Brief geschrieben“, sagte Biden am Mittwoch kurz nach seiner Ankunft in der Regierungszentrale. Weil es sich bei dem Brief um eine persönliche Angelegenheit handele, wolle er nicht darüber sprechen, solange er nicht mit Trump geredet habe. US-Präsident Ronald Reagan hatte 1989 die Tradition begründet, dem Amtsnachfolger ein Schreiben im Oval Office zu hinterlassen. Unklar war in den vergangenen Tagen, ob Trump mit dieser Tradition brechen würde.
Mit dieser Meldung beenden wir den Liveticker. Ab den frühen Morgenstunden werden wir Sie – wie gewohnt – über die aktuellen Geschehnisse informieren.
23.36 Uhr: Joe Biden ordnet Maskenpflicht für Regierungsgebäude und Flugzeuge an und leitet Rückkehr zum Klimaabkommen von Paris ein
Der neue US-Präsident Joe Biden hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie für die nächsten 100 Tage eine Maskenpflicht an allen Orten im Zuständigkeitsbereich des Bundes angeordnet. Wenige Stunden nach seiner Vereidigung am Mittwoch unterzeichnete Biden im Weißen Haus eine entsprechende Verfügung. Die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, erstreckt sich auf alle Bereiche, in denen die Bundesregierung Hoheitsgewalt hat. Das sind beispielsweise Gebäude von Bundesbehörden, Flugzeuge und Züge sowie Busse im Verkehr zwischen Bundesstaaten. Auch alle Mitarbeiter der Bundesregierung sind dazu verpflichtet.
Außerdem hat Joe Biden die Rückkehr der Vereinigten Staaten zum Klimaabkommen von Paris eingeleitet. Damit machte der 78-Jährige in den ersten Stunden seiner Amtszeit wie angekündigt eine der umstrittensten Entscheidungen seines Vorgängers Donald Trump rückgängig. Biden unterschrieb am Mittwoch in Washington ein entsprechendes Schriftstück an die Vereinten Nationen. Dieses sollte noch am selben Tag bei der Welt-Organisation hinterlegt werden. Damit wären die USA 30 Tage später wieder offizieller Teil des Vertrages.
23.00 Uhr: Demokraten übernehmen Kontrolle im US-Senat
Die Demokraten des neuen Präsidenten Joe Biden haben die Republikaner als dominierende Partei im US-Senat abgelöst. Vizepräsidentin Kamala Harris nahm am Mittwoch drei neuen Senatoren den Eid ab - wenige Stunden nach ihrer eigenen Vereidigung. Die Demokraten kommen dadurch genauso wie die Republikaner auf 50 Sitze in der Parlamentskammer. Als Vizepräsidentin ist Harris zugleich Präsidentin des Senats und kann ein Patt mit ihrer Stimme zu Gunsten der Demokraten auflösen.
Der Demokrat Chuck Schumer und der Republikaner Mitch McConnell wechseln die Rollen: Schumer ist künftig Mehrheits-, McConnell Minderheitsführer. Harris wurde bei ihrer ersten Sitzung als Senatspräsidentin mit Applaus empfangen.
Zwei der neuen Senatoren der Demokraten sind Raphael Warnock und Jon Ossoff, die sich Anfang des Monats in Stichwahlen im US-Bundesstaat Georgia gegen die republikanischen Amtsinhaber durchsetzten. Am Dienstag wurde das Wahlergebnis von den Behörden in Georgia offiziell bestätigt, was den Weg für die Vereidigung von Warnock und Ossoff freimachte. Warnock ist der erste Schwarze, der den US-Südstaat Georgia im US-Senat vertritt. Alex Padilla übernimmt den bisherigen Sitz von Harris.
Der Senat bestätigt unter anderem die Kandidaten des Präsidenten für wichtige Regierungsposten. Mit der Kontrolle der Demokraten über die Parlamentskammer bekommt Biden mehr Spielraum für die Gestaltung seiner Politik - zumindest für zwei Jahre bis zur nächsten Wahlrunde.
22.11 Uhr: US-Präsident Biden im Weißen Haus eingetroffen

Der neue US-Präsident Joe Biden ist nach seiner Vereidigung am Kapitol im Weißen Haus eingetroffen. Gemeinsam mit der neuen First Lady Jill Biden wurde er am Mittwochnachmittag (Ortszeit) mit einer Präsidenten-Eskorte zu seinem Wohn- und Amtssitz im Zentrum der Hauptstadt Washington gebracht. Die letzten Meter legten Joe und Jill Biden zu Fuß zurück. Der 78-jährige Demokrat war am Mittag als 46. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt worden.
Bidens Konvoi wurde auf der letzter Strecke vor dem Weißen Haus von einer Parade zur Amtseinführung begleitet. Die Kolonne fuhr in Schrittgeschwindigkeit. Vor den Fahrzeugen marschierten Kapellen und Teilnehmer in historischen Uniformen. Ihnen folgten Polizeimotorräder mit Beiwagen. Die Limousine des Präsidenten wurde von Leibwächtern des Secret Service eskortiert.
21.05 Uhr: US-Präsident Biden ehrt Grab des unbekannten Soldaten

Als eine seiner ersten Amtshandlungen hat US-Präsident Joe Biden einen Kranz am Grab des unbekannten Soldaten niedergelegt. Auch Vizepräsidentin Kamala Harris sowie die früheren Präsidenten George W. Bush, Bill Clinton und Barack Obama nahmen am Mittwoch an der Zeremonie auf dem Nationalfriedhof in Arlington bei Washington teil. Biden und Harris hielten an dem bereits vor ihrer Ankunft platzierten Kranz einen Moment Stille, der Präsident bekreuzigte sich. Bei Bidens Ankunft auf dem riesigen Militärfriedhof - bekannt für lange Reihen identischer weißer Grabsteine - wurden Salutschüsse abgefeuert.
Biden, der als Präsident auch Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist, begab sich direkt nach seiner Vereidigung am Kapitol zu dem Friedhof. Erst im Anschluss daran sollte der Demokrat mit seiner Wagenkolonne ins Weiße Haus fahren - seinem künftigen Wohn- und Amtssitz. Bidens unmittelbarer Vorgänger, der Republikaner Donald Trump, hatte Washington bereits am Mittwochmorgen (Ortszeit) verlassen und war entgegen der Tradition der Vereidigung seines Nachfolgers ferngeblieben.
20.37 Uhr: Biden und Harris inspizieren nach Amtseinführung Truppen
Nach ihrer offiziellen Amtseinführung haben US-Präsident Joe Biden und seine Vize Kamala Harris traditionell die Einsatzbereitschaft von Soldaten inspiziert. Mehrere Einheiten marschierten am Mittwoch vor der Ostseite des Kapitols in der US-Hauptstadt Washington an Biden und Harris vorbei. Biden salutierte den Militärs. Danach sollten die beiden am Grab des unbekannten Soldaten auf dem Nationalfriedhof Arlington einen Kranz niederlegen.
20.32 Uhr: „What a happy day“ - Stars gratulieren Biden und Harris
Glückwünsche aus Hollywood: Nach der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden und von Vizepräsidentin Kamala Harris haben sich Prominente aus dem Showbusiness in sozialen Medien zu Wort gemeldet. „What a happy day it is“, schrieb US-Sängerin Dionne Warwick auf Twitter zu Glückwünschen an das neue Team im Weißen Haus. Unter Tränen verfolge sie diesen „außergewöhnlichen Moment“ für Frauen in den USA und der ganzen Welt, kommentierte Moderatorin Oprah Winfrey die Vereidigung von Harris als erste weibliche Vizepräsidentin in Washington.
„Heute machen wir Geschichte!“, freute sich die Schauspielerin Eva Longoria in einem Tweet. „Unser Land in euren Händen ist eine großartige Sache!“, schrieb Schauspielerin Angela Bassett auf Twitter. Talkshow-Host Jimmy Kimmel gratulierte: „Wir wissen, dass ihr euer Bestes geben werdet, Amerika wieder gut zu machen.“ Sie sei froh, so viele bunte Farben zu sehen, statt nur rot und blau, erklärte Schauspielerin Jamie Lee Curtis mit Blick auf mehr Vielfalt. „Ein neuer Tag. Neue Ideen. Neue Hoffnung.“
Er sei „endlich weg“, der „Albtraum“ habe ein Ende gefunden, schrieb der Schauspieler Mark Ruffalo über den Abgang von Donald Trump. Das Land werde sich von den Wunden erholen und erneuern.
Die Amtseinführung von Biden und Harris kann mit vielen Stars aufwarten. Die Sängerinnen Lady Gaga, Jennifer Lopez und Country-Star Garth Brooks traten bei der Zeremonie vor dem Kapitol auf. Für eine Sondersendung am Mittwochabend (Ortszeit) haben Künstler wie John Legend, Bruce Springsteen, Justin Timberlake, Demi Lovato und Oscar-Preisträger Tom Hanks zugesagt.
20.01 Uhr: Mexiko will von neuer US-Regierung „Achtung unserer Souveränität“
Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador hat seinem neuen Amtskollegen im Nachbarland USA, Joe Biden, zu dessen Amtseinführung „alles Gute“ gewünscht. Er sei optimistisch, dass die Beiden ein gutes Verhältnis haben würden, sagte López Obrador am Mittwoch in seiner täglichen Pressekonferenz.
Der 67-jährige Linkspopulist äußerte sich aber auch kritisch zu den Beziehungen der nordamerikanischen Nachbarländer, zwischen denen es zuletzt Irritationen nach der Festnahme eines mexikanischen Ex-Verteidigungsministers in den USA gegeben hatte. „Wir wollen Zusammenarbeit, aber mit Achtung unserer Souveränität“, sagte López Obrador. Zu dem Ex-US-Präsidenten Donald Trump habe er ein gutes Verhältnis gehabt, wovon Mexiko profitierte habe. Es habe in der Vergangenheit aber auch „unzulässige Einmischung in unsere Souveränität“ gegeben. Die Regeln der Zusammenarbeit müssten daher klar definiert werden.
López Obrador hatte vor seinem eigenen Amtsantritt Ende 2018 Trump noch scharf kritisiert und dessen Bemerkungen über mexikanische Einwanderer als rassistisch bezeichnet. Als Präsident übte er jedoch öffentlich keine Kritik mehr an Trump. Bei seiner bislang einzigen Auslandsreise als Präsident - im vergangenen Juli nach Washington - dankte López Obrador Trump für dessen Achtung der mexikanischen Souveränität. Unter Druck und Drohungen Trumps verpflichtete sich die Regierung von López Obrador vor rund eineinhalb Jahren, Soldaten einzusetzen, um mittelamerikanische Migranten auf dem Weg in die USA aufzuhalten.
19.48 Uhr: Macron heißt USA in Pariser Klimaabkommen wieder willkommen
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die USA anlässlich der Amtseinführung von Präsident Joe Biden zurück im Pariser Klimaabkommen begrüßt. „Willkommen zurück“, schrieb Macron am Mittwochabend auf Twitter. „Wir werden stärker sein, um uns den Herausforderungen unserer Zeit zu stellen. Stärker um unsere Zukunft zu bauen. Stärker um unseren Planet zu schützen.“
Macron beglückwünschte Biden und US-Vizepräsidentin Kamala Harris „an diesem bedeutsamsten Tag für die amerikanischen Bürger“.
Biden hatte zuvor angekündigt, noch am Tag seiner Amtseinführung die Aufkündigung des Klimaabkommens rückgängig machen zu wollen. Anfang November war der von seinem Vorgänger Donald Trump initiierte Austritt aus dem Vertrag wirksam geworden.
19.38 Uhr: Kanadas Premierminister Trudeau gratuliert Biden zur Vereidigung
Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat dem neuen US-Präsidenten Joe Biden zur Vereidigung gratuliert. „Kanada und die USA genießen eine der ungewöhnlichsten Beziehungen auf der Welt“, sagte Trudeau. „Unsere beiden Länder sind mehr als Nachbarn - wir sind enge Freunde, Partner und Verbündete.“ Trudeau sagte weiter, er freue sich auf die Zusammenarbeit mit Biden und seiner Vizepräsidentin Kamala Harris - „beim Streben danach, unsere Länder sicherer, wohlhabender und widerstandsfähiger zu machen“. Die Beziehung zwischen den beiden Ländern galt unter Bidens republikanischem Vorgänger Donald Trump als angespannt.
19.20 Uhr: 22-jährige US-Poetin Gorman hat bei Amtseinführung vielbeachtetes Gedicht vorgetragen
Die erst 22 Jahre alte US-Poetin Amanda Gorman hat bei der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden ein selbst geschriebenes Gedicht vorgetragen. In auffälligem roten Hut und gelbem langen Mantel las Gorman am Mittwoch bei der Veranstaltung vor dem Kapitol in Washington ihr Werk „The Hill We Climb“ (auf Deutsch etwa: Der Hügel, den wir erklimmen) vor. Es handelt von den schweren Zeiten, die die USA durchgestanden haben und noch durchstehen müssen, vom Sturm von Anhängern des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump auf das Kapitol vor zwei Wochen - aber auch von Hoffnung für die Zukunft.
Die 1998 in Los Angeles geborene Gorman war 2017 von der US-Kongressbibliothek mit dem Titel „National Youth Poet Laureate“ geehrt worden. Bei vergangenen Amtseinführungen von US-Präsidenten haben immer wieder Dichter und Schriftsteller wie beispielsweise Robert Frost oder Maya Angelou Werke vorgetragen - Gorman ist allerdings mit Abstand die jüngste.
18.56 Uhr: Nato sieht in Amtseinführung von Biden Beginn eines neues Kapitels
Die Nato hat die Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden als „Beginn eines neuen Kapitels für das transatlantische Bündnis“ bezeichnet. „Die Führung in den USA bleibt unverzichtbar bei der Zusammenarbeit zum Schutz unserer Demokratien, unserer Werte und der regelbasierten internationalen Ordnung“, schrieb Generalsekretär Jens Stoltenberg zusammen mit Glückwünschen an Biden. Er freue sich auf eine enge Zusammenarbeit mit dem neuen US-Präsidenten und darauf, ihn später im Jahr zu einem Nato-Gipfel in Brüssel willkommen zu heißen.
Unter Präsident Donald Trump war das Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und der Nato äußerst angespannt gewesen. Trump hatte ohne Rücksicht auf die Folgen mehrfach Zweifel daran geweckt, ob die USA im Ernstfall ihrer Verpflichtung zum militärischen Beistand nachkommen würden. Hinzu kamen die nicht abgesprochene Ankündigung eines Rückzugs von US-Truppen aus Deutschland und andere Alleingänge. Zum Entsetzen der Alliierten drohte Trump sogar mit dem Nato-Austritt.
Als Themen für die Nato in den nächsten Jahren nannte Stoltenberg unter anderem die sicherheitspolitischen Konsequenzen des Aufstiegs Chinas, die Bedrohungen durch den Terrorismus sowie das Auftreten Russlands. „Keiner von uns kann sich diesen Herausforderungen alleine stellen, aber gemeinsam in der Nato repräsentieren wir eine Milliarde Menschen und die Hälfte der militärischen und wirtschaftlichen Macht der Welt“, kommentierte er.
18.39 Uhr: Twitter stellt offizielle Accounts auf Biden und Harris um
Twitter hat am Mittwoch die offiziellen Accounts des Präsidenten und des Vizepräsidenten der USA an Joe Biden und Kamala Harris übertragen. Anders als bei der vergangenen Machtübergabe vor vier Jahren starten sie nach Entscheidung des Dienstes ohne die Abonnenten, die sich zur Amtszeit ihrer Vorgänger Donald Trump und Mike Pence bei den Profilen angesammelt hatten. Präsident Biden kam beim Account @POTUS (President of the United States) in der ersten halben Stunde auf 1,4 Millionen Follower, Vizepräsidentin Harris bei @VP auf 5,6 Millionen.
Trump hatte seinen offiziellen Account meist nur genutzt, um Tweets von seinem persönlichen Konto @realDonaldTrump zu wiederholen. Twitter hatte ihn nach der Attacke seiner Anhänger auf das Kapitol in Washington bis auf Weiteres gesperrt. Zur Begründung hieß es, Trump habe gegen Nutzungsregeln verstoßen und man wolle mit dem Schritt eine weitere Eskalation verhindern.
18.30 Uhr: Joe Biden ermahnt Amerikaner zu Einheit und Versöhnung
Der neue US-Präsident Joe Biden hat die Amerikaner aufgefordert, sich dafür einzusetzen, das Land nach den politischen Grabenkämpfen des Wahlkampfs wieder zu einen. Ohne Einheit könne es keinen Frieden und keinen Fortschritt geben, sondern nur Verbitterung und Ärger, sagte der Demokrat Biden am Mittwoch bei seiner Amtseinführung vor dem Kapitol in der Hauptstadt Washington. Er werde sich mit ganzem Herzen für Einheit und Versöhnung einsetzen, versprach Biden.
„Ich werde ein Präsident für alle Amerikaner sein“, versprach er. „Nicht jede Meinungsverschiedenheit muss ein Grund für totalen Krieg sein“, mahnte Biden. Er hatte sich bei der Präsidentenwahl am 3. November gegen den Republikaner Donald Trump durchgesetzt.
Die diesjährige Amtseinführung steht unter dem Eindruck der Corona-Pandemie: Anders als üblich gibt es für Biden kein Massenpublikum. Wegen der Erstürmung des Kapitols durch gewalttätige Anhänger seines Vorgängers Donald Trump vor zwei Wochen wurden zudem die Sicherheitsvorkehrungen erheblich verschärft. Trump blieb der Vereidigung als erster scheidender Präsident seit 1869 fern. Die ehemaligen Präsidenten Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton waren anwesend.
17.51 Uhr: Joe Biden als 46. US-Präsident vereidigt
Joe Biden ist als 46. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt worden. Der Oberste Richter der USA, John Roberts, nahm dem 78-jährigen Demokraten am Mittwoch an der Westseite des US-Kapitols in Washington den Amtseid ab.
17.49 Uhr: Greta Thunberg mit Twittergruß an Trump
Die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg zahlt dem scheidenden US-Präsidenten Donald Trump einen Tweet mit gleicher Münze heim: Zu seinem Abschied aus dem Weißen Haus twitterte sie am Mittwoch: „He seems like a very happy old man looking forward to a bright and wonderful future. So nice to see!“ (Er wirkt wie ein sehr glücklicher alter Mann, der sich auf eine strahlende und wundervollen Zukunft freut. So schön zu sehen!). Darunter postete sie ein Bild von Trump, wie er vor dem Weißen Haus in einen Helikopter steigt.
Trump hatte in einem früheren Tweet fast denselben Wortlaut über Greta Thunberg benutzt: „Sie wirkt wie ein sehr glückliches junges Mädchen, das sich auf eine strahlende und wunderbare Zukunft freut. So schön zu sehen!“, schrieb er 2019, nachdem sie eine sehr emotionale Rede vor den Vereinten Nationen in New York gehalten hatte.
17.47 Uhr: Held von Kapitol-Attacke mit symbolischer Rolle bei Biden-Vereidigung
Ein Polizist, der für seinen Mut bei der Attacke von Trump-Anhängern auf das Kapitol gelobt wurde, hat eine symbolische Rolle bei der Amtseinführung des neuen Präsidenten Joe Biden bekommen. Eugene Goodman eskortierte am Mittwoch die neue Vizepräsidentin Kamala Harris vor der Zeremonie am Parlamentsgebäude in Washington. Goodman hatte vor zwei Wochen die ins Kapitol stürmenden Trump-Anhänger vom Sitzungssaal des US-Senats weggelockt. Das wurde in Videos festgehalten, die Goodman über die Grenzen der USA hinaus bekannt machten.
17.44 Uhr: Kamala Harris als erste US-Vizepräsidentin vereidigt

Kamala Harris ist als erste Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten vereidigt worden. Die Supreme-Court-Richterin Sonia Sotomayor nahm der 56-Jährigen am Mittwoch an der Westseite des US-Kapitols in Washington den Amtseid ab, kurz bevor Joe Biden als Präsident vereidigt werden sollte.
17.41 Uhr: Bombendrohung gegen Obersten Gerichtshof
Kurz vor der Vereidigung von Joe Biden zum 46. Präsidenten der USA ist beim Obersten Gerichtshof in Washington eine Bombendrohung eingegangen. Das Gebäude und die Umgebung seien überprüft worden, eine Evakuierung sei nicht angeordnet worden, teilte der Supreme Court mit. Der Oberste Gerichtshof liegt neben dem Kapitol, auf dessen Stufen Biden und seine Stellvertreterin Kamala Harris ihren Amtseid ablegen wollen.
17:36 Uhr: Trump in Florida angekommen
Der scheidende US-Präsident Donald Trump ist kurz vor der Amtseinführung seines Nachfolgers Joe Biden an seinem Wohnort in Florida angekommen. Trump, der als erster Präsident seit 1869 der Zeremonie zur Machtübergabe fernbleibt, hatte das Weiße Haus am Morgen verlassen. Die Präsidentenmaschine landete in Palm Beach, wo Trumps Club-Resort Mar-a-Lago liegt, knapp eine Stunde vor Ablauf seiner Amtszeit. Auf dem Weg zum Auto reagierte er nicht auf Fragen von Reportern. Vor dem Abflug hatte Trump in einer kurzen Ansprache von Erfolgen seiner Präsidentschaft gesprochen. Er hat sich wochenlang geweigert, die Niederlage gegen Biden einzuräumen.
17.13 Uhr: Obama gratuliert seinem „Freund“
Acht Jahre lang war Joe Biden Vizepräsident unter Barack Obama. Heute ist Bidens ehemaliger Chef dabei, wenn er als US-Präsident vereidigt wird. Kurz zuvor hat Obama seinem „Freund“ noch einmal gratuliert.
16.45 Uhr: Biden erreicht Kapitol für Amtseinführung

Allmählich füllt es sich auf der Tribüne vor dem Kapitol, wo gleich die Amtseinführung von Biden und Harris beginnt. Beide sind gerade am Kapitol eingetroffen. Um Punkt 18 Uhr mitteleuropäischer Zeit wird Biden in Washington auf den Stufen des Kapitols seinen Amtseid ablegen. „Amerika vereint“ lautet das Motto der Zeremonie.
Die Eidesformel, die US-Präsidenten bei ihrer Amtseinführung vor dem Präsidenten des Obersten Gerichtshofs ablegen, steht in der Verfassung der Vereinigten Staaten (Artikel II, Abschnitt 1):
„I do solemnly swear (or affirm) that I will faithfully execute the Office of President of the United States, and will to the best of my Ability, preserve, protect and defend the Constitution of the United States.“ (Zu Deutsch: „Ich schwöre (oder beteuere) feierlich, dass ich das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten getreulich verwalten und die Verfassung der Vereinigten Staaten nach besten Kräften erhalten, schützen und verteidigen will.“)
16.33 Uhr: Kamala Harris’ Video geht viral
Mit Kamala Harris wird gleich zum ersten Mal in der US-Geschichte eine Frau Vizepräsidentin. In einem via Twitter verbreiteten Video macht sie klar, dass dieser historische Schritt das Verdienst von vielen Frauen ist. Der kurze Streifen ging binnen weniger Minuten viral.
16.15 Uhr: Biden meldet sich bei Twitter zu Wort
Kurz vor seiner Amtseinführung hat sich Joe Biden noch einmal via Twitter zu Wort gemeldet.
16.08 Uhr: Trump hat Notiz für Biden im Oval Office hinterlassen
US-Präsident Donald Trump hat Medienberichten zufolge eine Notiz für seinen Amtsnachfolger Joe Biden im Oval Office des Weißen Hauses hinterlassen. Das berichteten die Sender Fox News und CBS sowie die „Washington Post“ am Mittwoch unter Berufung auf den Vizesprecher des Weißen Hauses, Judd Deere. Deere machte demnach keine Angaben zum Inhalt der Notiz. US-Präsident Ronald Reagan hatte 1989 die Tradition begründet, dem Amtsnachfolger ein Schreiben im Oval Office zu hinterlassen.
Unklar war in den vergangenen Tagen, ob Trump auch mit dieser Tradition brechen würde. Der scheidende Präsident verließ Washington am Mittwochmorgen in Richtung Florida. An Bidens Vereidigung am Mittag vor dem Kapitol nimmt
15:47 Uhr: Biden vor Amtseinführung in der Kirche mit Kongress-Spitzen

Der künftige US-Präsident Joe Biden ist wenige Stunden vor seiner Vereidigung in die Kirche gegangen. Der Katholik Biden wurde in der Cathedral of St. Matthew am Mittwoch in Washington unter anderem von den Spitzen der Demokraten und Republikaner im US-Kongress begleitet. Auf Fernsehbildern war zu sehen, dass die Teilnehmer des Gottesdienstes Masken trugen und Abstand hielten. Biden ist nach John F. Kennedy der zweite Katholik, der Präsident der Vereinigten Staaten wird.
Mit Biden in die Kirche ging unter anderem auch der wichtigste Republikaner im US-Senat, Mitch McConnell. Er gehörte in den vergangenen Jahren zu den einflussreichsten Verbündeten Trumps. McConnell distanziert sich aber vom scheidenden Präsidenten nach dem Sturm von Trump-Anhängern auf das Kapitol in Washington.
15.24 Uhr: China hofft trotz Kritik auf gute Zusammenarbeit
China hat auf Kritik des designierten US-Außenministers Antony Blinken mit zurückhaltenden Tönen reagiert. Nachdem Blinken China am Vortag als zentrale Herausforderung für die US-Außenpolitik in den nächsten Jahren bezeichnet hatte, sagte eine Sprecherin des Pekinger Außenministeriums am Mittwoch, dass man auf eine „für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit“ hoffe. Jedoch werde China eigene Interessen und die Sicherheit des Landes nachdrücklich wahren. Eine Verleumdung durch die USA lehne man ab.
Auch Belgiens Außenministerin Sophie Wilmès hat sich zum Machtwechsel in den USA geäußert. Was genau die MR-Politikerin gesagt hat, erfahrt ihr HIER.
15.11 Uhr: Trump zum Abschied: Wir werden in irgendeiner Form zurückkehren

Seine Amtszeit lobte Trump zum Abschied in den höchsten Tönen. „Was wir getan haben, ist in jeder Hinsicht erstaunlich“, sagte er. „Das waren unglaubliche vier Jahre.“ Seine Administration habe die Grundlage dafür gelegt, dass die künftige Regierung „etwas Spektakuläres“ leisten könne. Er wünsche der neuen Regierung dabei viel Glück und Erfolg. Seinen Amtsnachfolger Joe Biden erwähnte Trump namentlich nicht. Trump schloss mit den Worten: „Habt ein gutes Leben. Wir sehen uns bald.“
Trump hatte das Weiße Haus am Morgen wenige Stunden vor der Vereidigung des künftigen US-Präsidenten Biden verlassen. Trump ist der erste US-Präsident seit 1869, der der feierlichen Amtseinführung seines Nachfolgers vor dem Kapitol in Washington fernbleibt. Vom Militärflugplatz Andrews aus brachen Trump und seine Ehefrau Melania Trump mit der Regierungsmaschine Air Force One auf Richtung Palm Beach im Bundesstaat Florida auf, wo sein Club-Resort Mar-a-Lago liegt.
7.45 Uhr: Der Zeitplan des historischen Tages

Der Ablauf des historischen Tages nach Angaben des Weißen Hauses und des Biden-Teams:
- 8.00 Uhr (Ortszeit/14 Uhr MEZ): Donald Trump und First Lady Melania Trump verlassen das Weiße Haus. Sie fliegen mit dem Präsidenten-Hubschrauber Marine One zum Militärflughafen Andrews, wo eine Abschiedszeremonie stattfindet. Danach reisen sie ein letztes Mal mit dem Regierungsflugzeug Air Force One nach Palm Beach (Florida), wo Trumps Club-Resort Mar-a-Lago liegt.
- 8.45 Uhr (Ortszeit/14.45 Uhr MEZ): Biden, die künftige First Lady Jill Biden, die gewählte Vizepräsidentin Kamala Harris und der künftige Second Gentleman Douglas Emhoff nehmen an einem Gottesdienst in der Matthäuskathedrale in Washington teil.
- 10.30 Uhr (Ortszeit/16.30 Uhr MEZ): Ankunft von Biden und Harris sowie ihren Ehepartnern an der Ostseite des Kapitols.
- 11.15 Uhr (Ortszeit/17.15 Uhr MEZ): Biden und Harris sowie ihre Ehepartner nehmen an der Vereidigungszeremonie an der Westseite des Kapitols teil. Der scheidende Vizepräsident Mike Pence und die scheidende Second Lady Karen Pence werden den Feierlichkeiten am Parlamentsgebäude beiwohnen.
- 12.00 Uhr (Ortszeit/18 Uhr MEZ): Biden wird zum 46. Präsidenten der Vereinigten Staaten vereidigt. Harris legt - als erste Schwarze - ihren Amtseid als Vizepräsidentin ab. Üblicherweise erfolgt zunächst die Vereidigung des Stellvertreters. Anschließend hält Biden seine Antrittsrede. Bei den Amtsantritten von Barack Obama (2009) und Trump (2017) dauerten die Ansprachen jeweils rund 20 Minuten.
- 13.40 Uhr (Ortszeit/19.40 Uhr MEZ): Der neue Präsident und die neue Vizepräsidentin inspizieren Einheiten des US-Militärs bei einem Parademarsch an der Ostseite des Kapitols.
- 14.25 Uhr (Ortszeit/20.25 Uhr MEZ): Biden, Harris und ihre Ehepartner nehmen an einer Kranzniederlegung am Grab des Unbekannten Soldaten auf dem Nationalfriedhof in Arlington teil.
- 15.15 Uhr (Ortszeit/21.15 Uhr MEZ): Biden, Harris und ihre Ehepartner erhalten eine Präsidenteneskorte ins Weiße Haus.
- 17.15 Uhr (Ortszeit/23.15 Uhr MEZ): Präsident Biden unterzeichnet erste Anordnungen. Biden hat an seinem ersten Tag im Amt unter anderem eine Rückkehr der USA ins Pariser Klimaschutzabkommen und Maßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie versprochen.
- 17.45 Uhr (Ortszeit/23.45 Uhr MEZ): Präsident Biden vereidigt von ihm ernannte Mitarbeiter bei einer Online-Zeremonie.
- 19 Uhr (Ortszeit/1.00 Uhr MEZ am Donnerstag): Die neue Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, gibt ihr erstes Presse-Briefing.
- 20.48 Uhr (Ortszeit/2.48 Uhr MEZ am Donnerstag): Biden, Harris und ihre Ehepartner nehmen am Festprogramm zur Vereidigung unter dem Motto „Celebrating America“ (auf Deutsch in etwa: Amerika feiern) teil. Der Präsident und die Vizepräsidenten halten Ansprachen.
- 21.55 Uhr (Ortszeit/3.55 Uhr MEZ am Donnerstag): Präsident Biden und die First Lady Jill Biden erscheinen auf dem Balkon des Blauen Raumes im Weißen Haus.




Kommentare
Ich bin sehr gespannt, wann und wo die ersten amerikanischen Bomben wieder fliegen, um endlich wieder für Demokratie zu sorgen.
Congratulations Joe Biden and Kamala Harris.
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2 Comments
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