Schnee-Touristen drängeln sich bei Baraque Fraiture - Fahrverbot im Venn „gut befolgt“

Der Andrang der vergangenen Tage hatte das Gemeindekollegium von Vielsalm dazu veranlasst, eine ganze Reihe von Maßnahmen zu ergreifen, um den Verkehr rund um den Touristenort Baraque Fraiture einzuschränken: Verbot der Zufahrt zur Skipiste, gesperrte Straßen (darunter die N30, die Baraque Fraiture mit Manhay verbindet), Dörfer, die nur für den lokalen Verkehr zugänglich sind, Parkverbote und vieles mehr.

Diese Einschränkungen, die seit Samstagmorgen in Kraft sind, haben die Touristen aber nicht davon abgehalten, in Massen zum Gelände zu kommen, was zu großen Verkehrsproblemen geführt hat. „Wir haben die Entscheidung getroffen, die Zufahrt von der E25 in Richtung Luxemburg zu sperren, und wir prüfen die Möglichkeit, dasselbe in Richtung Lüttich zu tun“, erklärte Polizeikommissar Marc Antoine: „Der Andrang ist unwürdig. Die Leute nehmen auf nichts Rücksicht, überall stehen Autos herum. Sie fahren im Schneckentempo, und die Autofahrer wissen nicht, wie sie einparken sollen. Die Bewohner der Dörfer leiden unter dem Ansturm von Menschen, die dort nichts zu suchen haben. Einige von ihnen kommen aus den Niederlanden.“

Etwa zehn Polizeieinheiten weilten vor Ort, darunter die Lokal-, die Föderal- und die Autobahnpolizei.

Fahrverbot im Venn

Derweil ist das Fahrverbot im Venn, das an diesem Wochenende zwischen 8 und 17 Uhr gilt, am Samstag gut befolgt werden. Nur wenige Touristen seien an diesem Samstag von der Polizei abgewiesen worden, erklärte Daniel Stoffels, der Bürgermeister von Weismes, gegenüber der Nachrichtenagentur Belga. Der Gouverneur der Provinz Lüttich, Hervé Jamar, hatte zuvor ein zweites Wochenende der Sperrung im Venngebiet angeordnet.

„Die Information über das Verkehrsverbot im Venn hat sich gut verbreitet, und an diesem Samstag kamen nur wenige Touristen vor die Tore des Naturschutzgebietes. Nur wenig Verkehr musste von der Polizei umgeleitet werden“, erklärte Stoffels. Der Weismeser Bürgermeister fügte hinzu, dass sich die Wanderer angesichts der aktuellen Wetterbedingungen für andere Dörfer entschieden, die ebenfalls mit Schnee bedeckt waren. „Der Touristenstrom ist gleichmäßiger verteilt, da der schneebedeckte Umkreis größer ist“, so Stoffels.

Obwohl der Verkehr in dieser Zeit verboten ist, wurden etwa 200 Genehmigungen an einige Einwohner der Gemeinden Weismes, Malmedy, Jalhay und Eupen ausgegeben. (belga/mv)

<p>Die Polizei kontrollierte im Hohen Venn die Straßendurchfahrtssperre.</p>
Die Polizei kontrollierte im Hohen Venn die Straßendurchfahrtssperre. | Foto: belga

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