Leider erreichte uns diese Nachricht erst nach Redaktionsschluss der Tagesausgabe vom gestrigen Mittwoch. Wie der Weismeser Bürgermeister Daniel Stoffels auf Nachfrage erklärte, kam die Kehrtwende vor allem auf Wunsch der Forstverwaltung zustande: „Wir müssen das Naturschutzgebiet schützen und dürfen es nicht zulassen, dass Tausende Besucher unkontrolliert durch das Hohe Venn laufen.“ Ein Erlass von Provinzgouverneur Hervé Jamar (MR) soll das Verkehrsverbot regeln.
Zu den Gemeinden Malmedy, Weismes und Jalhay hatte sich im Rahmen dieser Konzertierung erstmals auch die Stadt Spa hinzugesellt. „Wir werden uns jedoch auch mit den fünf Eifelgemeinden absprechen, denn wir wollen die vielen Gäste, die unsere Region besuchen, ja nicht vertreiben, sondern haben ein gemeinsames Interesse daran, sie möglichst auf das gesamte Gebiet zu verteilen.“
Infolge des Corona-Lockdowns verzeichne die Region einen beispiellosen touristischen Boom, „jedoch stelle ich in Gesprächen mit Gästen aus dem Inland immer wieder fest, dass viele besonders die Eifel nicht so gut kennen. Dabei haben unsere Nachbargemeinden so viel zu bieten.“
Passierscheine für berufliche Fahrten erhältlich.
Wie schon am verlängerten Neujahrswochenende werden die Hauptzufahrtsstraßen zum Hohen Venn am kommenden Samstag und Sonntag jeweils von 8 bis 17 Uhr für den Verkehr gesperrt. TEC-Busse haben dagegen freie Fahrt. Touristen, die per Bus anreisen, um im Venn zu spazieren, sind willkommen. Neu ist auch, dass Bürger, die aus beruflichen Gründen übers Venn fahren müssen, bei ihrer Gemeinde einen Passierschein beantragen können.
Bereits am Mittwoch war ein Parkverbot für Wohnmobile auf den großen Besucherparkplätzen des Hohen Venns auf Baraque Michel, Mont-Rigi und Botrange in Kraft getreten. Mobilhomes müssen auf dafür vorgesehene Parkplätze in Malmedy, Baugnez oder Sourbrodt ausweichen. (arco)

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