Vor dem Hintergrund der raschen Verbreitung einer Coronavirus-Variante, die vor einigen Tagen in Großbritannien entdeckt worden ist, plädiert die Arbeitnehmervertretung dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auch in den Unterstufen, also in den Primarschulen, zur Pflicht wird. Aktuell gilt die Regel nur für die Sekundarschüler.
„Bei dieser Bedrohung sollten wir nicht länger zögern: Machen Sie den Mundschutz auch in der Grundschule zur Pflicht“, wird ACOD-Sprcherin Nancy Libert von der Tageszeitung „Het Laaste Nieuws“ zitiert. Die Pflicht solle im besten Fall in allen unteren Jahrgängen gelten, spätestens aber ab dem fünften Schuljahr. Durch die Maßnahme könne gewährleistet werden, dass die Präsenzlehre länger andauere. „Sicherlich ist das besser, als bald wieder Schulen schließen zu müssen“, bringt es Libert in dem flämischen Blatt auf den Punkt.
Eine Ende Oktober veröffentlichte Studie rät indes davon ab, Kleinkindern einen Mund-Nasen-Schutz aufzudrücken. „Im Zusammenhang mit der britischen Variante wäre es durchaus sinnvoll, das Ganze noch einmal zu untersuchen“, sagt der Biostatistiker Geert Molenberghs (Uni Löwen/Uni Hasselt).
Die neue Coronavirus-Variante ist inzwischen für einen Großteil der Infektionen im Süden Englands verantwortlich und nach ersten Erkenntnissen möglicherweise besonders ansteckend – gerade für jüngere Menschen. (belga/calü)

Kommentare
Man kann nur hoffen, dass der Vorschlag der sozialistischen Beamtengewerkschaft kategorisch abgelehnt wird. Es ist schon mehr als fragwürdig, dass die Sekundarschüler Masken tragen müssen. So einen Vorschlag gerade von sozialistischer Seite serviert zu bekommen, ist der blanke Hohn.
Kommentar verfassen
1 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren