„Ein merkwürdiges Gefühl“: Leichtes Beben erschüttert Ostbelgien

<p>„Ein merkwürdiges Gefühl“: Leichtes Beben erschüttert Ostbelgien</p>

Das Erdbeben soll nach Angaben der Königlichen Sternwarte eine Stärke von 2,6 gehabt haben. Das berichtet der Fernsehsender „RTL Info“. Das Epizentrum wurde demnach gegen 7.36 Uhr drei Kilometer nordöstlich von Raeren in einer Tiefe von etwa zehn Kilometern lokalisiert. Zu Schäden soll es nicht gekommen sein.

„Ich habe heute Morgen gegen 7:35 Uhr in Kettenis ein Erbeben gespürt. Die Fensterscheiben haben für ein, zwei Sekunden gewackelt. Auch mein Bett, in dem ich gerade aufgewacht war, hatte vibriert. Ein merkwürdiges Gefühl“, schrieb Userin Valerie an „RTL Info“. Ein anderer Zuschauer namens Alexander teilte mit, dass er gegen 7.30 Uhr ein kleines Beben in Lontzen gespürt habe.

Wie der Leiter des Landeserdbebendienstes, Klaus Lehmann, der Deutschen Presse-Agentur berichtet, spüre man bei einem Beben der Stärke 2,8 „nur“ einen kräftigen Stoß. „So dass man sich in seinem Bett bewegt fühlt. Oder das Geschirr in den Schränken klirrt und klimpert. Leichte Teile auf dem Tisch können vibrieren und sich bewegen. All das kann passieren.“ Gebäudeschäden oder sonstige Schäden seien bei dieser Stärke eigentlich nicht zu erwarten, erklärt Kris Vanneste von der Königlichen Sternwarte auf Nachfrage des flämischen Rundfunks (VRT). „Von diesem Erdbeben hat man nichts zu befürchten“, so Lehmann.

Das Erdbeben war übrigens kein Novum. Nach Angaben der Königlichen Sternwarte komme eine solche Erschütterung hierzulande „drei- bis viermal“ im Jahr vor. „Vor allem im Osten des Landes. Dort gab es in den letzten 20 Jahren eine Reihe von Beben, die eine Stärke von mehr als 2,0 aufgewiesen haben. Es ist also nichts Ungewöhnliches für Belgien und schon gar nicht für diese Gegend“, erklärt Kris Vanneste. Und dennoch gingen am Samstagvormittag bei den Medien und Behörden zahlreiche Meldungen von Bürgern ein. „Die Leute haben sich erschreckt“, stellt Vanneste fest. „Das liegt auch daran, dass Frühstückszeit war und wir im Lockdown sind. Das heißt, die Leute sind meistens zu Hause und verhalten sich relativ ruhig. Und das sind natürlich dann auch solche Gelegenheiten, dass man sehr feinfühlig für solche Ereignisse ist.“ (calü)

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