Auch Eifelgemeinde Hellenthal bittet Gäste um Fernbleiben

<p>Winterfans nutzen 2014 das Wetter am Skigebiet „Weisser Stein“ in der Eifel bei Hellenthal, um mit ihren Kindern eine Schlittenfahrt zu machen. Viele Menschen nutzen die Tage zwischen Weihnachten und Silvester, um die weiße Pracht zu genießen.</p>
Winterfans nutzen 2014 das Wetter am Skigebiet „Weisser Stein“ in der Eifel bei Hellenthal, um mit ihren Kindern eine Schlittenfahrt zu machen. Viele Menschen nutzen die Tage zwischen Weihnachten und Silvester, um die weiße Pracht zu genießen. | Archivfoto: dpa

Rund um die Orte Udenbreth und Hollerath seien alle Parkmöglichkeiten belegt, teilte die Gemeinde auf ihrer Internetseite mit. „Auch das Parken entlang der Bundesstraße ist nicht mehr möglich“, hieß es auf der Seite. Sanitäre Einrichtungen seien „leider keine“ vorhanden.

Dienstag sei bereits der vierte Tag in Folge mit einem „extremen Besucheransturm“, so Westerburg. Er schätzte, dass in den vergangenen Tagen jeweils etwa 1.500 bis 2.000 Besucher in die Region gekommen sind. Verkehrsstau auf den Zufahrtsstraßen habe es aber nicht gegeben. Westerburg ließ großes Verständnis für die Ausflügler durchblicken: „85 bis 90 Prozent sind Familien mit kleinen Kindern, die einfach mal aus ihren engen Wohnungen raus wollen“, sagte er.

Die Menschen kämen aus allen Richtungen, etwa aus Düsseldorf, Neuss, Köln und Belgien, bis zu zwei Autostunden entfernt. Elf Mitarbeiter des Ordnungsamtes seien im Einsatz, um die Besucher auf die Einhaltung der Coronaregeln hinzuweisen. Angesprochen würden etwa größere Gruppen. „Die Leute sind alle sehr rücksichtsvoll. Wir haben keine Rüpel oder Pöbeleien. Die Leute sind einfach froh, dass sie einen Ausflug unternehmen können.“

Die meisten Besucher sind nur für wenige Stunden dort.

Die meisten kämen nur für zwei, drei Stunden, um ein Naturerlebnis zu haben. „Wir haben auf den Wiesen noch nie so viele Schneemänner gehabt wie am Montag.“ Trotz der Bitte, nicht zu kommen, veröffentlichte Hellenthal einen „Aktuellen Wintersportbericht“. Die Schneewanderwege seien ausgeschildert und mit dem Schlitten gut begehbar, hieß es dort. „Die Loipen sind jedoch nicht gespurt, da die Schneeverhältnisse dieses noch nicht zulassen.“ Auf dem Berg Weißer Stein (692 Meter) liegen laut Gemeinde 16 Zentimeter Schnee. Mit einem Besucheransturm kämpft zurzeit auch das Hohe Venn, wo es in den letzten Tagen eine regelrechte Blechlawine gab. (dpa/sc)

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