Erste Impfung in Belgien verabreicht – Jos Hermans: „Lass kommen!“

<p>Jos Hermans erhielt die erste Corona-Impfung in Belgien.</p>
Jos Hermans erhielt die erste Corona-Impfung in Belgien. | Foto: belga

Die Impfstoffe (eine erste Ladung von 9.750 Einheiten) kamen am Samstag bei einer Temperatur von -75 Grad im Verteilungszentrum des Universitätskrankenhauses von Löwen an. Am Sonntag wurden sie auf Kühlschranktemperatur aufgetaut.

Am Montagmorgen wurden die Impfstoffe dann in der Löwener Krankenhausapotheke abgeholt. Mit drei Kühlwagen machten sie sich auf den Weg zu den drei ausgewählten Pflegeheimen, in denen schließlich die ersten Bewohner geimpft wurden.

Der erste in Flandern war Jos Hermans, ein 96-jähriger Bewohner des Pflegezentrums Sint-Pieters in Puurs. „Ich bin 96. Ich habe schon eine Menge durchgemacht. Lass kommen!“, sagte Jos Hermans kurz vor der Verabreichung des Impfstoffs. „Ich möchte 110 Jahre alt werden“, sagte er in einer ersten Reaktion nach der Spritze. Der Senior erhielt anschließend lauten Beifall, einen Blumenstrauß und einen Impfausweis als Beweis. In 21 Tagen wird er die zweite Injektion erhalten.

Die erste Geimpfte in der Wallonie ist Josepha Delamotte (102) aus dem Pflegezentrum La Bonne Maison de Bouzanton in Mons. In Brüssel wurde ein Bewohner des Altenheims Notre Dame de Stockel in Woluwe-Saint-Pierre auserkoren.

„Die Impfstoffe können fünf Tage lang bei Kühlschranktemperatur aufbewahrt werden“, erklärte Thomas De Rijdt, Leiter der Krankenhausapotheke in Löwen, im flämischen Radio am Montagmorgen: „Im Pflegeheim muss dem Impfstoff eine weitere Kochsalzlösung zugesetzt werden. Von da an kann der Impfstoff für weitere sechs Stunden aufbewahrt werden.“ (belga/mv)

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