Weihnachtslockerungen: Britische Regierung setzt auf Corona-Disziplin

<p>Die beliebte Pub „The Hope“ ist geschlossen. Wegen drastisch steigender Fallzahlen wurde London in die höchste Corona-Warnstufe eingestuft. Restaurants und Pubs, Kinos und Theater sind geschlossen, außerdem gelten strengere Kontaktbeschränkungen - so darf man sich etwa nicht mehr in Innenräumen treffen.</p>
Die beliebte Pub „The Hope“ ist geschlossen. Wegen drastisch steigender Fallzahlen wurde London in die höchste Corona-Warnstufe eingestuft. Restaurants und Pubs, Kinos und Theater sind geschlossen, außerdem gelten strengere Kontaktbeschränkungen - so darf man sich etwa nicht mehr in Innenräumen treffen. | Foto: picture alliance/dpa/PA Wire

Vielmehr setzt sie auf Selbstdisziplin. Familien könnten „sich dafür entscheiden, weniger zu tun“ als erlaubt ist oder virtuell miteinander feiern, sagte Infrastrukturminister Robert Jenrick am Mittwoch der BBC. Zudem warb er dafür, Familientreffen auf den Frühling zu verschieben. „Ostern kann das neue Weihnachten sein“, sagte Jenrick dem Sender Sky News.

Die Regierung könne einen gesetzlichen Rahmen schaffen. „Aber wir können nicht Gesetze für alle Eventualitäten und für alles, was in den Leben der Menschen vor sich geht, erlassen“, betonte Jenrick in der BBC. Die Regierung setze auf das Urteilsvermögen der Menschen.

Zwischen dem 23. und 27. Dezember sind „Weihnachts-Blasen“ von bis zu drei Haushalten erlaubt, die sich privat treffen und auch dort gemeinsam übernachten dürfen. Es gibt keine Reisebeschränkungen innerhalb des Vereinigten Königreichs. Pubs und Restaurants dürfen aber nicht besucht werden. In einzelnen Landesteilen gelten teils schärfere Vorschriften, etwa in Schottland. Wissenschaftler und auch Mitglieder seiner eigenen konservativen Partei haben Premierminister Boris Johnson aufgerufen, die Bestimmungen wieder zu verschärfen.

Minister Jenrick räumte ein, dass die Lockerungen zu einem Anstieg der Infektionszahlen führen. „Dieser Virus ernährt sich von sozialer Interaktion. Wenn mehr Menschen auch über eine kurze Zeit zusammenkommen, bleibt das nicht ohne Folgen“, sagte er Sky News. (dpa)

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