Die Einrichtung ist seit Juli für die Unterstützung von Opfern zuständig, deren intime Bilder ohne Genehmigung veröffentlicht werden. Ein Opfer wandte sich wegen eines solchen Falles über Twitter an das Institut. Das Institut bat die Plattform, die Bilder zu entfernen, was Twitter aber ablehnte. „Es handelt sich also um einen Verstoß gegen das neue belgische Gesetz, das die nicht-einvernehmliche Verbreitung intimer Bilder verbietet“, so die Einrichtung.
Generell wurde festgestellt, dass die Verfahren von Twitter im Umgang mit Opfern auf zwei Ebenen Probleme aufwerfen. „Twitter entfernt problematische Bilder erst nach mehreren Monaten. Darüber hinaus verlangt das Verfahren vom Opfer die Übermittlung personenbezogener Daten“, eine Technik, die die Betroffenen abschreckt und somit eine rasche Löschung der Bilder verhindert, stellte das Institut fest. „Wir haben die Entscheidung, eine Beschwerde einzureichen, nicht leichtfertig getroffen“, so Michel Pasteel, der Direktor des Instituts: „Wir wenden uns an diejenigen, die Bilder überhaupt erst ausstrahlen. Aber soziale Medien müssen auch Verantwortung übernehmen und dürfen Opfer nicht entmutigen oder gar abschrecken. Und genau das ist es, was Twitter getan hat.“ (belga/mv)

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