Die Veröffentlichung der Ergebnisse habe sich wegen der Coronakrise verzögert, hieß es. Interessant wäre, jetzt eine neue Befragung durchzuführen, um die Zahlen vor und nach Corona zu vergleichen“, teilte die ASL mit. Hier die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:
1.258 Schüler und Schülerinnen aus der DG wurden befragt. Besonders erwähnenswert sei, dass der Konsum von Alkohol und Zigaretten seit der letzten Befragung (2013) gesunken ist. 40% der Mädchen und 32% der Jungen hätten noch nie Alkohol getrunken. 57% der Jungs und 78% der Mädchen hätten noch nie eine Zigarette geraucht. Und 81% der Jungen sowie 94% der Mädchen haben noch nie Cannabis oder Haschisch konsumiert. In der vierten Sekundarstufe, vor allem bei den Jungs, ist der Konsum von Genussgütern höher als in der zweiten Stufe.
9% der Zweitklässler der Sekundarstufe waren innerhalb der letzten vier Wochen des Befragungszeitraums schon mal beschwipst oder betrunken, und 15% tranken mehr als fünf Gläser Alkohol. Bei den Schülern der vierten Sekundarstufe war das bei nahezu der Hälfte der Fall. Weit über der Hälfte der Heranwachsenden hat keine Erlaubnis der Eltern, zu Hause Alkohol zu trinken und von den Eltern noch nie Alkohol erhalten. Nur jeder Zehnte gab an, selbst einmal Alkohol im Geschäft gekauft zu haben. Auch Zigaretten werden den meisten Jugendlichen von ihren Eltern verboten. Beim Erwerb von Haschisch spielen die Gleichaltrigen die größte Rolle.
Sexualität ist kein Tabuthema: Rund 70% fühlen sich ausreichend aufgeklärt. Diesmal wurde erstmals zum Thema Sexting befragt: Erste Erfahrungen erfolgen im Durchschnitt mit elf und zwölf Jahren. Die meisten Jugendlichen sind über Gefahren informiert und haben noch nie Aktaufnahmen von sich verschickt (95,5%). Allerdings hat schon jeder Fünfte einmal oder mehrmals Aktfotos erhalten. Diese Zahlen machen deutlich, dass die Anti-Sexting-Kampagne (u.a. mit Beteiligung des RDJ) „mehr als überfällig“ gewesen sei, hieß es.
Auch zur Handy-Nutzung und Online-Gaming wurden die Jugendlichen befragt: 31% gaben an, „fast immer“ erreichbar zu sein. Für Online-Gaming wenden Jungen wesentlich mehr Zeit pro Tag auf als Mädchen. 70% der Jungen und 96% der Mädchen geben jedoch an, nicht täglich zu spielen. 5% spielen weniger als eine Stunde pro Tag, 47% ein bis drei Stunden pro Tag.
Gefragt wurde auch nach dem Umgang mit den sozialen Netzwerken: Nur 3,6% gaben an, dass sie „unruhig“ ohne wären. 7,6% verbringen mehr Zeit mit sozialen Netzwerken als mit anderen Dingen. 7% schlafen weniger und 10,7% brauchen diese Kommunikationsmittel, wenn sie sich schlecht fühlen. 9% vernachlässigen ihre Hausaufgaben und 13,4% fällt es schwer, sich davon zu lösen. Letztlich gebe es aber auch hier „Entwarnung“, denn der überwiegende Teil hatte zumindest vor Corona ein „eher unauffälliges Risikoprofil“, hieß es.
Die Befragung zeige, dass es den jungen Menschen in der DG „sehr gut“ gehe. Der Großteil (92%) fühlt sich in seiner Umgebung sehr sicher. Probleme gibt es schon mal eher in der Schule. Allerdings haben nur 6% schon einmal die Schule geschwänzt. Warum? Vor allem wegen nicht gemachter Hausaufgaben, weil ein Test anstand, sie mal keine Lust hatten oder aufgrund persönlicher Probleme. Auch die Mobbingquote unter den Schülern ist gering. Viele von ihnen waren noch nie Mobbing in der Schule ausgesetzt und wurden noch nie im Internet gemobbt. Jungen tendieren eher dazu, andere zu mobben, als Mädchen.
Besonders erfreulich ist das Ergebnis, dass der Großteil (88%) der jungen Menschen der Meinung ist, eine sehr gute beziehungsweise gute Gesundheit zu haben. Zudem geben über 78 Prozent an, die meiste Zeit sehr glücklich zu sein. (red/sc)

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