Ein lauter Knall erschütterte gegen 11.50 Uhr die Maasstadt. In der rue de Fragnée, die unweit vom Lütticher Guillemins-Bahnhof liegt, hatte sich in einem Hinterhaus eine Explosion ereignet. „Ich war gerade dabei zu essen, als es plötzlich ein schweres Beben gepaart mit jeder Menge Rauch gab“, berichtet eine Studentin der RTBF. „Ich bin direkt zum Fenster gerannt und konnte beobachten, wie mehrere Menschen auf den Trümmern standen und schrien. Es war schrecklich.“
Innerhalb von nicht einmal zehn Minuten hatten die Rettungskräfte das Ruder in der Hand. Mit lautem Sirenengeheul waren Polizei, Feuerwehr und Co. zum Unglücksort geeilt, um zu helfen. Im Gepäck hatten die Einsatzkräfte tierische Unterstützung in Form von Spürhunden. Binnen Sekunden wurde ein Sicherheitsperimeter eingerichtet. Während die Polizei die umliegenden Anwohner evakuierte, war die Feuerwehr unter anderem damit beschäftigt, zwei Person aus den Trümmern zu bergen. Gegen 13.15 Uhr teilten die Brandbekämpfer dann mit, dass die Personen gerettet werden konnten. Infolge der Detonation haben die Opfer allerdings schwere Verbrennungen erlitten, sodass ihr Gesundheitszustand als kritisch eingestuft wurde.
Nach Angaben der Polizei wurden fünf weitere Personen verletzt. Sie seien aber mit einem blauen Auge davon gekommen und hätten „nur“ leichte Verletzungen davon getragen.
Medieninformationen zu Folge soll die Ursache ein Gasleck gewesen sein. Genauere Informationen konnten die Sicherheitskräfte auf Nachfrage allerdings nicht bestätigen und verwiesen auf die anhaltenden Ermittlungen.
Der Vorfall weckt Erinnerungen an die tragische Gasexplosion, die vor knapp elf Jahren die Maaststadt zum Beben gebrachte hatte. Damals hatten in der rue Léopold 14 Menschen ihr Leben verloren, darunter auch der 22-jährige Andy Terren aus Galhausen. (calü)


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