Paasch und Henry wollen sich für Ausbau des Erdgasnetzes einsetzen

<p>Die Teilnehmer an der Videokonferenz, die von DG-Ministerpräsident Oliver Paasch und dem wallonischen Minister Philippe Henry angeführt wurde.</p>
Die Teilnehmer an der Videokonferenz, die von DG-Ministerpräsident Oliver Paasch und dem wallonischen Minister Philippe Henry angeführt wurde. | Foto: Kabinett Paasch

Seit der Übertragung der Zuständigkeiten für Raumordnung, Wohnungsbau und Energieprämien Anfang 2020 an die DG ist eine gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Gliedstaaten noch wichtiger, denn diese Kompetenzen hängen eng mit den Zuständigkeiten der Region in Sachen Mobilität, Infrastruktur und Energie zusammen. Gemeinsam definieren diese Kompetenzen die Entwicklung des deutschsprachigen Raumes.

Dabei erinnerte Philippe Henry an einige der Projekte, die die Region bisher auf dem Gebiet der neun DG-Gemeinden umgesetzt oder vorgesehen hat:

Investitionen im Rahmen des wallonischen Infrastrukturplans:

In Eupen mit dem ehrgeizigen Projekt „La Vesdrienne“ (RaVel-Erweiterung, die Eupen über Limbourg und Verviers mit Lüttich verbinden soll), für das Investitionen in Höhe von sieben Millionen Euro geplant sind. Aber auch mit der Sanierung der N68 (Werthplatz), für die 300.000 Euro bereitgestellt werden.

Außerdem sind 2,5 Millionen Euro für den Ausbau Rotenberg-Lascheterweg und des Kreuzungsbereichs N61/N67 vorgesehen.

In Amel werden in Eibertingen – Iveldingen 1,25 Millionen Euro in die verbesserte Sicherheit sowie den Ausbau für Radfahrer und Fußgänger investiert.

Für St.Vith werden 850.000 Euro für die Sanierung des Straßenbelags Setz-Atzerath bereitgestellt.

2,5 Millionen Euro für die N626 und den Ausbau der Schönberg-Querung. Für die N660 sind ebenfalls 750.000 Euro vorgesehen. Auch die N695 wird von Ausbauarbeiten im Wert von 1,1 Millionen Euro profitieren.

Die N62 bzw. die Ortsdurchfahrt von Emmels wird von einer Erneuerung des Belags und einer Verbreiterung des Radweges für 1,3 Millionen Euro profitieren, um den Verkehr in beiden Richtungen zu ermöglichen.

In Bütgenbach werden zwei große Investitionen getätigt, nämlich der Ausbau der Elsenborn-Querung für 1,25 Millionen Euro und die Sanierung der N632 für 800.000 Euro.

In Lontzen und Welkenraedt schließlich sollen 1,5 Millionen Euro in die Sanierung der N67 investiert werden.

Nach dem Start der Schnellbusverbindung zwischen Bütgenbach und dem Gewerbegebiet „Les Plénesses“ über Verviers Anfang Oktober, kündigte Henry eine weitere WEL-Busverbindung auf dem Gebiet der DG an: Ab September 2021 soll sie St.Vith mit Burg-Reuland verbinden.

Bei dem Gespräch ging es auch um Mittel für den RaVel. So sind 500.000 Euro für die L47, die Auel mit Burg-Reuland verbindet vorgesehen und weitere 500.000 Euro fließen in die Pflasterung des Vor-RAVeL (L39A) zwischen Moresnet-Dorf und Kelmis (4 km).

Unterstützt wird auch ein Pilotprojekt in Eupen: Im Auftrag von Mobilitätsminister Henry soll eine Studie Möglichkeiten aufzeigen, um die Verbindung zwischen Zentrum und Bahnhof für Fußgänger und Radfahrer zu verbessern.

Die Ergebnisse der Studie sollen Anfang 2021 vorliegen. Henry will sie als Basis für eventuelle Entwicklungen des Infrastrukturplans heranziehen.

Es ging ebenfalls um das Thema komprimiertes Erdgas CNG zur sauberen Versorgung der weißen Zonen. Aufgrund der starken Zersiedelung der Landschaft verfügen zahlreiche sogenannte „weiße Zonen“ in der Wallonischen Region nicht über einen Zugang zum Erdgasnetz.

Allein in der Provinz Lüttich ist dies in 28 von 84 Gemeinden der Fall. Resa, Gas- und Elektrizitätsnetzbetreiber in der Provinz Lüttich, fördert mit einem Pilotprojekt die Verwendung von Gas anstelle von Heizöl. Erdgas ist billiger und weniger umweltschädlich als Heizöl. Zwei gute Gründe, „weiße Zonen“ per Lkw an das Netz anzubinden. (red/um)

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