Der Lastenträger hob am frühen Dienstagmorgen belgischer Zeit vom Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana ab, wie im Livestream des Betreibers Arianespace zu sehen war. Nach einer Mitteilung von Arianespace kam die Rakete acht Minuten nach dem Start vom Kurs ab, „dies führte zum Verlust der Mission“. Über die Ursachen lagen zunächst keine Angaben vor.
Die belgische Firma Spacebel war in unterschiedlichem Maße an dieser Mission beteiligt. Sie lieferte das Computersystem für die Inbetriebnahme der acht Instrumente an Bord sowie die Hauptflugsoftware für die Nutzlast. Darüber hinaus war das Raumfahrtunternehmen neben der italienischen Firma Avio auch an der Entwicklung und Weiterentwicklung der Flugsoftware für die europäische Trägerrakete Vega beteiligt. Spacebel ist auch für die Simulationssoftware verantwortlich, die es ermöglicht hat, die verschiedenen Funktionen des Bordcomputers der Trägerrakete zu verifizieren und zu validieren.
Der spanische Erdbeobachtungssatelliten Seosat sollte hochauflösende Bilder der Erde liefern und so schließlich Informationen für Anwendungen in den Bereichen Kartographie, Landnutzung, Stadtmanagement, Wassermanagement, Umweltüberwachung oder Risikomanagement bereitstellen. Der französische Satellit Taranis sollte etwa elektromagnetische Phänomene beobachten.
Es war der zweite Start einer Vega-Rakete in diesem Jahr. Zuletzt war eine Vega-Rakete im September mit monatelanger Verspätung ins All gestartet. Mit 30 Metern Höhe ist die Vega der kleinste Lastenträger im Arsenal des europäischen Unternehmens.
Im vergangenen Jahr war es zu einem Fehlstart einer Vega gekommen. Wahrscheinlicher Grund war ein Defekt im Triebwerk in der zweiten Raketenstufe. Die Rakete zerbrach in zwei große Teile. (dpa/belga/mv)

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