Nach Vorwürfen: BBC präsentiert handschriftliche Notiz von Diana

<p>1996, Pakistan, Lahore: Prinzessin Diana vor der britischen Fahne. Die einen priesen sie als Mischung aus Super-Modell und Mutter Teresa, andere hielten sie für eine rachsüchtige Ehefrau: Als die BBC am 20. November 1995 ein Interview mit Prinzessin Diana ausstrahlte, stockte wegen des brisanten Inhalts nicht nur den Briten der Atem.</p>
1996, Pakistan, Lahore: Prinzessin Diana vor der britischen Fahne. Die einen priesen sie als Mischung aus Super-Modell und Mutter Teresa, andere hielten sie für eine rachsüchtige Ehefrau: Als die BBC am 20. November 1995 ein Interview mit Prinzessin Diana ausstrahlte, stockte wegen des brisanten Inhalts nicht nur den Briten der Atem. | Foto: John Giles/PA/epa/dpa

Die Prinzessin habe darin festgehalten, dass gefälschte Dokumente keine Rolle für ihre Entscheidung gespielt hätten, dem Sender ein Interview zu geben, hieß es am Freitagabend von der BBC. Der Sender veröffentlichte allerdings keine Fotos oder Kopien von der Notiz.

„Nachdem die BBC eine unabhängige Ermittlung angekündigt hat, ist die handschriftliche Originalnotiz der Prinzessin nun wiedergefunden worden“, hieß es in einem Statement des Senders. Man habe sie an die zuständigen Ermittler weitergereicht. Ergebnisse der Untersuchung sollten zeitnah veröffentlicht werden.

Mit dem Interview hatte die 1997 tödlich verunglückte Prinzessin Diana vor 25 Jahren die britische Monarchie erschüttert. Mehr als 200 Millionen Menschen verfolgten weltweit am Fernseher, wie sie ungewöhnlich offen über die Untreue ihres Gatten Prinz Charles und ihre eigenen psychischen und gesundheitlichen Probleme sprach. Die Queen zeigte sich danach Berichten zufolge empört darüber, dass ihre Schwiegertochter die Eignung von Charles für den Thron anzweifelte.

Dianas Bruder, Charles Spencer, wirft dem Journalisten Martin Bashir allerdings vor, sich das Interview mit seiner Schwester damals mit unlauteren Methoden - etwa gefälschten Kontoauszügen - verschafft zu haben. Diese sollten demnach den Eindruck erwecken, Menschen wären dafür bezahlt worden, Informationen über Diana preiszugeben. Man nehme die Vorwürfe „sehr ernst“, sagte kürzlich BBC-Chef Tim Davie. (dpa)

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