Thomas Meunier kehrt mit Dortmund nach Brügge zurück – dem Verein, der ihn zum Nationalspieler geformt hat und von dem aus er 2016 zu Paris Saint-Germain gewechselt war. Schon im vergangenen Jahr war er, damals noch im Trikot von Paris Saint-Germain, in seiner alten Heimat zu Gast. Generell wird es ein großes Klassentreffen: Hans Vanaken, Simon Mignolet und Brandon Mechele stehen Meunier, Thorgan Hazard und Axel Witsel gegenüber. Brügge gegen Dortmund: Da klingelt doch was. Vor zwei Jahren trafen beide Klubs zuletzt in der Gruppenphase der Königsklasse aufeinander, damals machten die Belgier es der Borussia unheimlich schwer. Im Jan-Breydel-Stadion gewann der BVB erst in den Schlussminuten mit 1:0, im Signal-Iduna-Park trotzte der Landesmeister den Schwarz-Gelben ein 0:0 ab.
Zudem müssen sich Vanaken und Co. mit dem 16-maligen russischen Meister Zenit St. Petersburg und Lazio Rom, 2019 zum siebten Mal italienischer Pokalsieger geworden, messen. „Es ist weniger sexy als in der vergangenen Saison, aber es sind alles Herausforderungen“, so Club-Trainer Philippe Clement, der in einer ersten Reaktion auch den Budget-Unterschied zwischen seiner Mannschaft und den Gruppengegnern hervorhebt. Ruud Vormer schiebt sein Team in die Außenseiterrolle: „Man möchte zwar Platz zwei als Ziel ausgeben, aber wenn wir es in die Europa League schaffen, ist das auch sehr gut.“ Dafür müssten die Brügger Platz drei erreichen.

Die Auslosung begann anspruchsvoll, als Yannick Carrascos Atlético Madrid den Bayern in Gruppe A zugelost wurde. Ansonsten umgingen die Bayern bei ihrer Mission Titelverteidigung den ganz großen Namen, bekamen später noch den österreichischen Champion RB Salzburg und dem russischen Vizemeister Lokomotive Moskau als Gruppengegner.
Zwei weitere Duelle zwischen Roten Teufeln warten in Gruppe D: Dort treffen Eden Hazard und Thibaut Courtois mit Real Madrid auf Europa-League-Finalist Inter Mailand um Romelu Lukaku. Schachtjor Donezk und Borussia Mönchengladbach, das nach vier Jahren in die Königsklasse zurückkehrt, müssen sich in dieser Gruppe als Underdogs zufriedengeben.
Kevin De Bruyne und Manchester City kämpfen in Gruppe C gegen Porto, Piräus und Marseille um den Einzug ins Achtelfinale. Liverpool um Divock Origi haben Ajax Amsterdam, Atalanta Bergamo und Midtjylland auf der Tagesordnung stehen.
In Gruppe H kommt es indes mit PSG gegen Leipzig zur Neuauflage eines der beiden Halbfinals der vergangenen Saison.
Das Ziel aller Klubs heißt Istanbul, wo am 29. Mai 2021 das Finale stattfinden soll. In der Gruppenphase steht bis Weihnachten eine wahre Terminhatz an. Gespielt wird am 20./21. und 27./28. Oktober, am 3./4. und 24./25. November sowie am 1./2. und 8./9. Dezember. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie könnte es vermehrt zu Spielabsagen kommen – dann muss irgendwie ein neuer Ersatztermin gefunden werden. Die UEFA behält sich vor, die Gruppenphase bis zum 28. Januar zu verlängern. (tf/sid)


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