ING Belgien hat als Vermittler für viele „verdächtige“ Transaktionen fungiert

<p>Die ING-Bank in Belgien steht im Fokus der belgischen Berichterstattung zu den FinCEN-Files.</p>
Die ING-Bank in Belgien steht im Fokus der belgischen Berichterstattung zu den FinCEN-Files. | Foto: belga

Unter den 2.100 „Verdachtsmeldungen“, die durch die FinCEN-Files geleakt wurden, erscheint der Name von ING Belgien in 179 Berichten. Über diese Zahl hinaus haben die drei belgischen Medien alle 365 Dokumente mit Bezug zu Belgien analysiert. Daraus geht hervor, dass die ING die belgische Bank ist, die als Vermittler für die größte Anzahl „verdächtiger“ Überweisungen in oder aus bekannten Steueroasen im Zeitraum dieses Datenlecks von 2011 bis 2017 fungiert hat.

ING Belgien bot vielen ausländischen Banken „Korrespondenzdienste“ an. Es scheint jedoch, dass die ING Partner mit Sitz in Litauen, Bulgarien oder Barbados gewählt hat, deren Ruf laut belgischen Medien zu wünschen übrig lässt. Es sieht so aus, dass diese Partner diese Korrespondenzbeziehung dazu genutzt haben, Gelder von Kunden zu überweisen, von denen niemand etwas weiß, außer dass sie hinter Mantelgesellschaften stecken und keine Angaben zur Herkunft der überwiesenen Gelder machen. Alles Anzeichen für mögliche Geldwäsche.

Insbesondere berichtet unsere Schwesterzeitung „Le Soir“ über eine mysteriöse britische Scheinfirma, die mit der Pornobranche in Verbindung steht und mehrere Millionen Euro von ihrem Konto in Bulgarien auf das britische Bankkonto einer in der Karibik ansässigen Firma überwies. Und mittendrin: die belgische Bank ING, ohne die die Dollar-Transaktion nicht möglich gewesen wäre. (belga/mv)

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