Fehlplanung trotz besseren Wissens

Interessant zu lesen, wie ein verantwortlicher Politiker sich windet und wendet, um letztendlich nur ja keinen Fehler einzugestehen. Zu den Fakten: Anlässlich der letzten GR-Sitzung erklärte der Schöffe, die erst vor Kurzem verlegte Zufuhrleitung von Regenberg nach Weywertz sei stellenweise zu klein dimensioniert und müsse auf einer Länge von 1 Kilometer durch eine neue größere Leitung ersetzt werden. Kostenpunkt 195.000,00 €.

Die Opposition sprach ihrerseits von Fehlplanung. Schöffe Charles Servaty stritt hingegen jegliche Fehlplanung ab und erläuterte, die Gemeinde hätte zum damaligen Zeitpunkt für eine größere Leitung plädiert, davon hätte man an anderer Stelle aber nichts wissen wollen. Eine ganz interessante Aussage von einem Schöffen, der es ja wissen muss! Belegt diese Aussage doch eindeutig, dass ihm (und anderen?) die aktuell auftretenden Probleme im Detail zum Zeitpunkt der ersten Beschlussfassung durchaus schon bekannt waren.

Trotz seines Wissens, in Bezug auf die zu klein dimensionierten Leitungsrohre, hat Herr Servaty dem damaligen Ursprungsprojekt stillschweigend seine Zustimmung im Gemeinderat erteilt, ohne auf die ihm (und anderen?) bereits damals bekannten Mängel hinzuweisen.

Dem damaligen Gemeinderat wurden diese Fakten also verschwiegen! Diese Vorgehensweise verdeutlicht in meinen Augen nicht nur eine Fehlplanung. Ist es nicht schon eher ein verantwortungsloser Umgang mit unser aller Steuergelder?

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