Aufgrund der Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der Coronakrise stellt sich die Situation zum Schulstart in diesem Jahr etwas anders dar: Viele Radfahrer und Fußgänger haben sich zuletzt an eine neue Bewegungsfreiheit in einem relativ „leichten“ Straßenverkehr gewöhnt. Mit dem höheren Verkehrsaufkommen im September werde sich die Lage wieder ändern, denkt die Agentur. „Dies könnte viele Verkehrsteilnehmer – ob Fußgänger, Autofahrer, Radfahrer oder Motorradfahrer – überraschen, was mit einem erhöhten Unfallrisiko einhergeht“, teilte die AWSR mit.
Eine Sensibilisierung für die Sicherheit der verschiedenen Teilnehmer im Straßenverkehr sei daher unverzichtbar. Zur Veranschaulichung: Bereits im vergangenen Jahr (2019) waren zwischen Juli/August und September die folgenden Entwicklungen festzustellen:
- Ein Anstieg des täglichen Durchschnitts der Unfälle mit Personenschaden um sieben Prozent.
- Die Anzahl Unfälle mit Beteiligung eines Radfahrers ist um zehn Prozent angestiegen. Diese Zahl steigt auf 20 Prozent bei Unfällen, an denen ein Radfahrer und ein Autofahrer beteiligt waren.
- Für Fußgänger sind die Zahlen noch erschreckender: 30 Prozent mehr Unfälle zwischen Juli/August und September.
Die Kampagne für die zunehmende Anzahl Radfahrer und Fußgänger im Straßenverkehr macht sich bestimmte visuelle Aspekte der Verkehrsschilder zunutze, die an Schlüsselorten im Süden des Landes angebracht sind. Die Verkehrsschilder weisen auf mögliche Gefahren der Straße und auf die Verletzlichkeit eines jeden Verkehrsteilnehmers hin. Sie gehören zu unserem Alltag, und dennoch schenken wir ihnen nicht immer die erforderliche Aufmerksamkeit. Als Aufhänger dieser Kampagne werden die Radfahrer- und Fußgängerschilder um eine Dimension der menschlichen Realität erweitert. Die Kampagne der AWSR zielt darauf ab, das Bewusstsein dafür zu stärken, dass diese Verkehrsschilder nicht nur zur Information dienen, sondern tatsächlich „echte Menschen“ schützen sollen.
„Jedes Verkehrsschild weist auf echte Menschen hin. Lasst uns die Straße besser teilen“ – dies ist die Botschaft, die die Wallonische Agentur für Straßenverkehrssicherheit anlässlich des Schulbeginns im September 2020 unterstützt.
Ab Montag (31. August) wird die Kampagne über verschiedene Wege öffentlich: in Form von zwei Quadratmeter großen Plakaten in den größeren Städten bis zum 7. September; am Heck der TEC-Busse der TEC bis zum 14. September, im Rundfunk bis zum 11. September und auf den digitalen Kanälen der AWSR. (sc)

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