Weniger Menschen infizieren sich – Zahl der Todesfälle nimmt zu

<p>In Antwerpen (hier ein Drive-In-Testlabor im Osten der Stadt) gehen die Zahlen stark zurück.</p>
In Antwerpen (hier ein Drive-In-Testlabor im Osten der Stadt) gehen die Zahlen stark zurück. | Foto: belga

Der heutige Sonntag ist der siebte Tag in Folge, an dem ein Rückgang zu verzeichnen ist. Die Inzidenz, d. h. die Zahl der erfassten Fälle pro 100.000 Einwohner, beträgt 67,2 in zwei Wochen.

Allerdings nimmt die Zahl der Infektionen in der Region Brüssel weiter zu. Zwischen dem 13. und 19. August wurden in der Region 898 Fälle aufgedeckt, 76 mehr als eine Woche zuvor.

Auch in den Provinzen Flämisch-Brabant (+57 neue Fälle) und Hennegau (+23) ist das Virus wieder auf dem Vormarsch. Allerdings gehen die Zahlen in der Provinz Antwerpen stark zurück. Dort wurden in einer Woche 794 Infektionen bestätigt (416 weniger als in der Vorwoche). Die Epidemie verlangsamt sich auch in den Provinzen Lüttich mit 297 registrierten Fällen (-163) und Luxemburg mit 47 Fällen (-24).

Die Krankenhauseinweisungen sind ebenfalls zurückgegangen, und zwar um 23 %. Im Durchschnitt wurden zwischen dem 16. und 22. August täglich 26 Personen hospitalisiert, 7,7 weniger als in den sieben Tagen zuvor. Damit beläuft sich die Gesamtzahl der Einweisungen in diesem Zeitraum auf 182, bei insgesamt 223 Personen, die das Krankenhaus verlassen konnten. Seit dem 15. März haben die Krankenhäuser 18.863 Patienten aufgenommen.

Die Gesamtzahl der hospitalisierten Personen bleibt jedoch stabil. Am Samstag hatten die Krankenhäuser 310 Patienten, einen mehr als in der Vorwoche. Unter ihnen befanden sich 85 auf der Intensivstation, drei mehr als am vergangenen Samstag.

Die durchschnittliche tägliche Sterbeziffer stieg auf 9,7 Todesfälle pro Tag, 2,3 mehr als der bisherige Durchschnitt. Insgesamt hat Belgien seit Beginn der Krise 9.988 Todesopfer zu beklagen.

Die Reproduktionsrate liegt auf nationaler Ebene bei 0,85, was bedeutet, dass die Epidemie sich verlangsamt. In Flämisch-Brabant, Brüssel und im Hennegau ist diese Rate jedoch höher als 1, was darauf hindeutet, dass sich die Epidemie dort weiter ausbreitet. In Ostflandern und Limburg liegen die Raten nahe an der Schwelle von 1. (belga/mv)

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