„Phänomen“ Lewandowski gegen Superstar Messi

<p>Auf ihn ruhen die Hoffnungen der Bayern: Robert Lewandowski.</p>
Auf ihn ruhen die Hoffnungen der Bayern: Robert Lewandowski. | Foto: dpa

Robert Lewandowski genoss am Sonntag noch ein paar gemütliche Stunden mit Ehefrau Anna und den Töchtern Klara und Laura, dann brach der Toptorjäger voller Selbstvertrauen zu weiteren Großtaten nach Portugal auf. Auf dem seit Monaten überragenden Lewandowski ruhen bei Bayern München auf dem Weg zum begehrten Triple viele Hoffnungen – der 31 Jahre alte Pole soll auf seiner beeindruckenden Rekordjagd im mit Spannung erwarteten Gigantenduell gegen den FC Barcelona nun selbst Superstar Lionel Messi in den Schatten stellen.

Lewandowski war an allen sieben Toren gegen Chelsea direkt beteiligt.

Jetzt sei „Lewy gefordert, dass er das zeigt“, antwortete Thomas Müller auf die Frage, ob Messi oder Lewandowski derzeit der beste Offensivspieler der Welt sei. „Wir hätten nichts dagegen, wenn er so weitermacht. Er hat wieder einmal unterstrichen, wie wichtig er für uns ist. Wir sind froh, dass er bei uns spielt“, schwärmte Bayern-Trainer Hansi Flick nach Lewandowskis erneuter Gala beim 4:1 (2:1) im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen den FC Chelsea und vor dem Viertelfinal-Showdown am Freitag in Lissabon gegen Messi.

Hin- und Rückspiel zusammengerechnet, war Lewandowski, den Leon Goretzka als „Phänomen“ herausstellte, gegen Chelsea an allen sieben Treffern beteiligt: Dreimal traf er selbst, viermal legte er vor. Mit seinem Doppelpack am Samstag (10., Foulelfmeter/84.), den Treffern Nummer zwölf und 13 in dieser Champions-League-Saison, ist inzwischen sogar der Rekord von Cristiano Ronaldo aus der Saison 2013/14 greifbar, als der Portugiese Real Madrid mit 17 Toren fast im Alleingang zum Titel geschossen hatte. Doch das interessierte Lewandowski, der wettbewerbsübergreifend 53 Treffer in 44 Spielen erzielt hat und bereits bester Torschütze in Liga und Pokal ist, allenfalls am Rande – auch auf einen Vergleich mit Messi (33) wollte er sich nicht einlassen. Die Mannschaft müsse „zeigen, dass sie besser ist“. Das zweite Triple nach 2013 sei „das große Ziel“, nicht sein persönlicher Erfolg, betonte Lewandowski, „aber Barcelona ist gefährlich, wir müssen ab der ersten Minute aufpassen“.

Dennoch: Der Double-Gewinner flog am Sonntagnachmittag mit „extrem viel Selbstvertrauen“ (Müller) und „total heiß“ (Goretzka) an die Algarve, wo sich der FCB auf das Finalturnier in Lissabon (12. bis 23. August) vorbereitet.

„In einem K.o.-Spiel auf diesem Niveau kann alles passieren. Da kannst du die ganzen Rekorde ganz schnell in die Tonne kloppen.“

„Respekt ist da, aber wir wissen um unsere Stärken“, sagte Flick. „Die Mannschaft ist in Topform, wir wollen die Erfolgsgeschichte weiterschreiben“, ergänzte Präsident Herbert Hainer bei Sky. Für Chelsea-Teammanager Frank Lampard sind die Münchner, auf die in einem möglichen Halbfinale Manchester City oder Olympique Lyon wartet, gar „Topfavorit“. „Sie haben sehr gute Einzelspieler und einen fantastischen Trainer. Einige Spieler wissen, wie man Titel gewinnt“, sagte Lampard nach einer erneuten Lektion für sein junges Team beeindruckt.

Man habe klar machen wollen, betonte Müller nach seinem 112. Champions-League-Einsatz (Rekord von Philipp Lahm eingestellt), „dass mit uns zu rechnen ist. Das ist uns ganz gut gelungen“. Dennoch warnte er: Der FC Bayern stürme zwar seit Monaten von „Rekord zu Rekord. Aber in einem K.o.-Spiel auf diesem Niveau kann alles passieren. Da kannst du die ganzen Rekorde ganz schnell in die Tonne kloppen.“ (sid)

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